Donald Trump schützen? Oder totale Transparenz? Bei Meetings zum Epstein-Skandal kam es laut »New York Times« zu offenem Streit im Weißen Haus. Vizepräsident JD Vance machte einen erstaunlichen Vorschlag.

11.06.2026, 14.43 Uhr

Gruppenfoto aus dem Jahr 2000: Donald Trump, Melania Trump (damals Melania Knauss), Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell

Die Nerven liegen blank im Weißen Haus. Wie soll man auf Augenzeugenberichte und Behauptungen in den Epstein-Akten reagieren, die den Präsidenten gar nicht gut aussehen lassen? Der Vizechef des FBI brüllt die Justizministerin an und stürmt wutentbrannt aus dem Situation Room, in dem eigentlich Sicherheitsfragen von nationaler Tragweite besprochen werden.

Das Problem hat allerdings enorme Tragweite. Und konfrontiert damit ist eine Staatsspitze, die handlungsunfähig wirkt.So etwa kann man sich die Lage im näheren Umfeld Donald Trumps im vergangenen Sommer vorstellen, wenn man die Ergebnisse einer Langzeit-Recherche liest, die jetzt von der »New York Times« veröffentlicht wurde. Der Epstein-Skandal, heißt es dort, war und ist für die US-Regierung eine tiefe Erschütterung. Nicht einfach eine Krise wie so viele andere im Trump-Kosmos, sondern eine Erschütterung: »Hinter den Kulissen lähmte die Epstein-Krise die Trump-Regierung in weitaus stärkerem Maße, als der Öffentlichkeit bekannt war.«