Wie der SC Bern sein Torhüterproblem zu lösen gedenkt – und warum der Transfer des Wunschkandidaten beim EHC Kloten haktSeit Monaten versucht der SC Bern, Connor Hughes zu verpflichten. Im Rennen um den Torhüter hat sich ein National-League-Konkurrent im Windschatten positioniert. Und Lausanne steht vor der Verpflichtung eines NHL-Verteidigers.11.06.2026, 14.07 Uhr2 LeseminutenSoll bald in Bern spielen: der Lausanne-Torhüter Connor Hughes.IMAGO/Fabrice De Gasperis / ImagoDer Spielbetrieb in der National League mag noch drei Monate ruhen. Aber hinter den Kulissen läuft seit Wochen ein faszinierendes Play-off: Der SC Bern ist bestrebt, sein seit dem Abgang von Leonardo Genoni 2019 nach Zug schwelendes Torhüterproblem zu lösen. Als Wunschkandidat ist seit langem der schweizerisch-kanadische Doppelbürger Connor Hughes auserkoren. Ein Emporkömmling, der 2019 noch für die Swiss-League-Prügelknaben Ticino Rockets spielte und dort so wenig verdiente, dass er sich nur einen Restaurantbesuch pro Monat leisten konnte.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Auch Biel hofft auf den Zuzug von HughesHughes, 29, steht inzwischen in Lausanne unter Vertrag, er ist dort bis 2031 gebunden und längst ein Grossverdiener. Der junge Lokalmatador Kevin Pasche hat ihm dort allerdings inzwischen den Rang abgelaufen, Hughes wäre deshalb in einem Tauschgeschäft verfügbar. Der SCB ist nicht der einzige interessierte Klub – diverse Vereine suchen zumindest perspektivisch einen Nummer-1-Goalie. Aber in Bern wähnen sich die Entscheidungsträger schon seit April in der Pole-Position, eigentlich besteht Einigkeit darüber, dass Hughes im Tausch mit dem Nationalmannschaftsverteidiger Romain Loeffel nach Bern wechselt.Dass der Deal noch immer nicht abgeschlossen ist, hat finanzielle Gründe. Lausanne will als De-facto-Ersatz den 21-jährigen Ewan Huet verpflichten. Huet ist der Sohn des ehemaligen NHL-Torhüters Cristobal Huet, der in Lausanne als Goaliecoach wirkt. Huet junior steht derzeit in Kloten unter Vertrag, er ist dort in der Hackordnung hinter Reto Berra und Davide Fadani die Nummer 3. Kloten fordert für Huet begreiflicherweise eine Ablösesumme, sie soll bei knapp 60 000 Franken liegen. Lausanne will diesen Betrag nicht zahlen, sondern versucht ihn auf den SCB abzuwälzen. Dort ist die Bereitschaft offenbar so verschwindend klein, dass die Führungsetage lieber ein weiteres Jahr auf einen ausländischen Torhüter setzen würde, als Lausanne einen neuen Backup-Goalie zu finanzieren. Im Windschatten dieses Zielkonflikts macht sich ein zweites Team Hoffnungen auf Hughes: der EHC Biel.Ein kanadischer Verteidiger für LausanneEine andere Personalie genoss bei Lausannes Sportchef John Fust derweil höhere Dringlichkeit: Mit dem kanadischen Verteidiger Colin Miller hat Lausanne offenbar eine mündliche Einigung erzielt. Miller, 33, war zuletzt bei den Winnipeg Jets ein Teamkollege von Nino Niederreiter. Er hat vor wenigen Tagen einem anderen interessierten National-League-Team eine Absage erteilt.Passend zum Artikel
Wieso der SC Bern sein Torhüterproblem nicht ohne den EHC Kloten lösen kann
Seit Monaten versucht der SC Bern, Connor Hughes zu verpflichten. Im Rennen um den Torhüter hat sich ein National-League-Konkurrent im Windschatten positioniert. Und Lausanne steht vor der Verpflichtung eines NHL-Verteidigers.
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