Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen. Laut Militär soll der Tanker versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Der Maschinenraum des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes »Settebello« sei beschossen worden, nachdem sich die Besatzung den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) am Mittwoch auf der Plattform X mit .

Wie Indiens Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal nun auf X mitteilte , sind drei indische Besatzungsmitglieder bei dem Angriff gestorben. Nach Angaben des indischen Außenministeriums seien die übrigen 21 gerettet worden.Das Ministerium verurteilte den Angriff in einer Mitteilung . »Die Angriffe auf die Handelsschifffahrt und die zivile Infrastruktur in der Region müssen eingestellt werden«, hieß es weiter, ohne die USA namentlich zu nennen. Berichten der Zeitung »The Hindu« und anderer indischer Medien zufolge bestellte das Außenministerium aus Protest den Geschäftsträger der US-Botschaft in Neu-Delhi ein.

Manoj Yadav, Generalsekretär der Forward Seamen’s Union of India, erklärte der indischen Zeitung »The Economic Times «, er »weigere sich zu glauben«, dass den USA Informationen über die Nationalitäten der Menschen an Bord dieser Schiffe gefehlt hätten. Er sagte, die Festsetzung der Schiffe sei stattdessen eine »sinnvolle Alternative« gewesen.Weitere Angriffe auf Tanker mit indischer BesatzungAm Donnerstag hat sich dann nach Angaben des US-Militärs ein weiterer Beschuss auf einen Tanker in der Region ereignet: Die unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrende »Jalveer« sei mit Öl aus Iran im Golf von Oman unterwegs gewesen, hieß es in einer Erklärung. Auch in diesem Fall habe sich die Besatzung »wiederholt« den Anweisungen der US-Streitkräfte widersetzt. Die indische Botschaft in Oman erklärte auf X , dass die Besatzung der »Jalveer« von der omanischen Marine in Sicherheit gebracht werde. Angaben zur Nationalität der Besatzungsmitglieder machte die Botschaft nicht. Nach Angaben des britischen Sicherheitsunternehmens Vanguard befanden sich 20 Besatzungsmitglieder an Bord.