Die Lage im Wohnungsbau sieht schlecht aus, der Irankrieg treibt die Inflation und Preise steigen. Die Bau- und Ausbauwirtschaft in Deutschland erwartet angesichts dieser Umstände weitgehend stagnierende Geschäfte.Die nominalen Umsätze dürften 2026 minimal um 0,3 Prozent auf 433 Milliarden Euro steigen, wie die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) mitteilt. »Wir blicken auf ein Jahr, in dem die zarten Erholungssignale des vergangenen Jahres jetzt auf eine neue Belastungsprobe von außen treffen«, sagte der BVB-Vorsitzende Marcus Nachbauer in Berlin. »Der Umsatz hat sich stabilisiert, aber von einem Ende der Talsohle kann noch keine Rede sein.« Die Beschäftigung in der Branche dürfte demografiebedingt um 0,3 Prozent oder 12.500 auf 3,76 Millionen Beschäftigte sinken.
Materialpreise steigenSeit Ende Februar haben der Konflikt in Nahost und die zeitweise Sperrung der Straße von Hormus die Energie- und Rohstoffmärkte erfasst, betonte Nachbauer. »Bitumen, Beton und Zement, Kunststoffe, Diesel und Heizöl haben sich binnen weniger Wochen spürbar verteuert.« Gut drei Viertel der Betriebe meldeten höhere Materialpreise. »Und die Preise werden weiter steigen«, sagte Nachbauer. Knapp 43 Prozent der Firmen hätten ihre Preise bereits erhöht und 55,5 Prozent planten dies.








