Ernstzunehmenden Gerüchten zufolge arbeitet Apple schon seit Längerem an einem Notebook, das sich auf Wunsch erstmals auch alternativ per Touchscreen bedienen lässt. Mit dem OLED-basierten „MacBook Ultra“ könnte es bereits im Herbst auf den Markt kommen. Beobachter haben bereits prognostiziert, dass sich in macOS 27, das Apple in dieser Woche vorgestellt hat, erste Hinweise auf eine Finger-Steuerung finden könnten. Und das ist tatsächlich so – wenn auch ziemlich gut versteckt.

macOS 27: Sidecar wird aufgemotzt

Wer heute einen Touchscreen-Mac haben möchte, benötigt eine Krücke: einen externen, Touch-fähigen Bildschirm samt passenden Treibern beziehungsweise einer Kontrollsoftware. Zuletzt hatte es hier auch eine Anbaulösung für MacBooks gegeben, die sich jedoch nach wie vor nur im „Early Access“ befindet. Apple selbst bietet eine Touch-Steuerung für Macs an: mithilfe der iPad-Funktion Sidecar. Dabei wird ein vorhandenes Apple-Tablet zum zweiten Bildschirm.

Verfügbar ist die Funktion bereits seit 2019. Sie hatte allerdings einen zentralen Haken: Eine echte Touchscreen-Bedienung war so nicht möglich. Zwar waren Multitouch-Gesten wie „Pinch to Zoom“ und das Scrollen mit zwei Fingern möglich, aber kein Klicken von Links, Buttons oder anderen UI-Elementen. Selbiges ging nur, wenn man einen Apple Pencil verwendete – oder eine am Mac hängende Maus oder ein Trackpad. Mit macOS 27 ändert sich das jetzt, wie Tester der ersten Developer-Betas in Form von Videos zeigen.