NYT: USA könnten Trinkwasserspeicher angegriffen habenSeit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran Ende Februar werden immer wieder Vorwürfe laut, dass die USA auch gezielt zivile Infrastruktur wie Brücken oder Straßen beschießen. In welchen Fällen das Kriegsverbrechen sein könnten, hat mein Kollege Finn Hohenschwert schon vor einiger Zeit aufgeschrieben. Nun deutet eine Analyse der „New York Times" darauf hin, dass die USA eine Trinkwasseranlage in Iran angegriffen haben könnten. Von der Zeitung ausgewertete Satellitenbilder legen nahe, dass während eines Angriffs am Mittwochmorgen ein Wasserspeicher in Südiran getroffen wurde. Das berichteten auch iranische Staatsmedien. Ein lokaler Beamter sagte demnach, die Wasserversorgung für mehr als 20.000 Menschen in einer Stadt und den umliegenden Dörfern sei unterbrochen worden. Die Temperaturen in der Region haben diese Woche über 38 Grad Celsius erreicht.Die Zeitung betont jedoch auch: „Es ist unklar, ob die USA die Anlage absichtlich angegriffen haben oder wussten, um was es sich handelte.“ Meloni fordert neue Iran-Sanktionen der EUDie Europäische Union sollte nach Ansicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia ​Meloni zu neuen Sanktionen gegen den Iran bereit sein, falls das Land nicht zu einer Beilegung der Krise im Nahen Osten beiträgt. Wenn Teheran den falschen Weg weiterverfolge, müsse die EU bereit sein, den Druck ⁠durch neue gezielte Maßnahmen zu erhöhen, erklärt Meloni vor dem Parlament. Tote indische Seeleute nach US-Beschuss gefundenNach dem Beschuss eines Tankers im Golf von Oman durch das US-Militär sind nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Ihre Leichen seien entdeckt und identifiziert worden, schrieb der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal auf X. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch das unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrende Schiff „Settebello“ beschossen. Es soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Die Besatzung habe sich den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt, hieß es. Nach Angaben des Außenministeriums in Neu-Delhi konnten 21 indische Besatzungsmitglieder gerettet werden. Drei weitere galten zunächst als vermisst. Das Ministerium hatte den Angriff verurteilt. Laut Berichten indischer Medien hatte das Außenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi einbestellt. Pakistan will weiter vermittelnNach den gegenseitigen Angriffen der USA und Irans in der Nacht zum Donnerstag hat sich Pakistan „zutiefst besorgt“ gezeigt. Man werde seine Vermittlungsbemühungen trotz der „Eskalation“ der Lage fortführen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad. Diplomatie und Dialog sollten die Prinzipien sein, um eine „Lösung für alle strittigen Fragen“ zu erreichen, fügte er hinzu. Ölpreise steigen nur leichtDie Ölpreise haben am Donnerstag mit einem nur vergleichsweise leichten Anstieg auf die gegenseitigen Angriffe der USA und Irans regiert. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August stieg in der vergangenen Nacht für kurze Zeit deutlich und erreichte ein Hoch bei über 95 US-Dollar. Am Morgen wurde Öl der Sorte Brent bei 93,50 Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag. Kuwait öffnet den Luftraum wieder Entwarnung in Kuwait: Nach der Sperrung des Luftraums teilt die zuständige Behörde am Morgen mit, dass die „Umstände, die die zuvor ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht hatten, nicht mehr bestehen.“ Der reguläre Betrieb werde am Flughafen in Kuwait wieder aufgenommen. Gleichzeitig beobachte man neue Entwicklungen und bewerte sie fortlaufend neu.In der Nacht zum Donnerstag hatte es geheißen, die Schließung des Luftraums sei angesichts der „iranischen Aggressionen gegen den Staat Kuwait“ erfolgt. Die Luftabwehr sei im Einsatz gewesen, meldete die Armee auf X. Der Konflikt im Nahen Osten schaukelt sich weiter hoch: Nach den jüngsten Attacken des US-Militärs meldet Iran seinerseits Angriffe auf Golfstaaten. Teheran erklärt die Straße von Hormus für vollständig gesperrt.Uli PutzIranische Revolutionsgarde greift US-Stützpunkt in Jordanien anDie iranischen ​Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das ⁠Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim.Uli PutzKuwait schließt Luftraum wegen iranischer AngriffeWegen ​iranischer Angriffe schließt Kuwait vorübergehend seinen Luftraum. Flüge werden umgeleitet, teilt die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde mit. Die Armee des Landes wehrt nach eigenen Angaben feindliche ⁠Angriffe aus der Luft ab. In Bahrain heulen dem dortigen Innenministerium zufolge erneut Warnsirenen.Uli PutzUS-Militär erklärt neue Angriffe in Iran für beendetDas US-Militär hat seine abermaligen Angriffe auf Ziele in Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.Irans Militär hatte auf die neuen US-Angriffe mit der Bekanntgabe einer kompletten Sperrung der Straße von Hormus sowie mit Gegenattacken auf Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait reagiert.Uli PutzDeutschland und andere Staaten fordern von Iran Stopp von Angriffen „auf unserem Boden“Deutschland und 21 weitere Staaten haben Iran aufgefordert, Angriffe auf Menschen „auf unserem Boden“ einzustellen. „Versuche, Menschen auf unserem Boden zu töten, zu entführen, zu belästigen, einzuschüchtern oder anderweitig anzugreifen, untergraben die nationale Souveränität und internationale Normen“, hieß es in einer am Donnerstag vom französischen Außenministerium veröffentlichten Erklärung. Zu den 22 Unterzeichnern gehören neben Deutschland auch mehrere weitere europäische Länder, die USA und Australien.Die iranischen Geheimdienste sowie die für Auslandseinsätze zuständige Einheit der Revolutionsgarde hätten in anderen Ländern „tödliche Anschlagspläne und bösartige Aktionen“ gegen iranische Dissidenten, Journalisten sowie jüdische und israelische Gemeinschaften und Interessen verfolgt, heißt es in der Erklärung. „Wir sind entschlossen und geeint darin, unsere Länder und unsere Bevölkerung vor diesen Bedrohungen zu schützen." „Die Islamische Republik Iran muss diese Aktivitäten unverzüglich einstellen“, fordern die 22 Länder. Sie warfen der Führung in Teheran zudem vor, internationale und lokale kriminelle Banden für Komplotte in Europa, Nordamerika und Australien zu nutzen. Uli PutzBerichte über Angriffe bei TeheranNahe der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsh, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Weiter westlich von Karadsh seien Kampfdrohnen gesichtet worden. Details dazu lagen zunächst nicht vor.In den sozialen Medien gab es mehrere Berichte über eine Angriffswelle nahe der Hauptstadt, nachdem das US-Militär zuvor Ziele an der mehr als 1000 Kilometer entfernten Südküste Irans bombardiert hatte. Ein als Vahid bekannter Online-Journalist berichtete auf Telegram über mehrere Explosionen bei Karadsh, die Gebäude und Fenster zittern ließen und Bewohner aus dem Schlaf rissen.„Zwei furchtbare Explosionsgeräusche kamen aus Richtung Karadsh. Sie haben wieder zugeschlagen“, zitierte er einen Bewohner. „Sie haben wohl den Pajam-Flughafen getroffen. Ich bin drei Meter hoch aus dem Schlaf gesprungen“, habe ihm ein anderer Iraner geschrieben.Auch südöstlich von Teheran in Waramin gab es Explosionen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Offiziell äußerten sich die Behörden nicht zur Ursache.Uli PutzIran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in GolfstaatenIrans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.Irans mächtige Revolutionsgarde, die Elitestreitmacht des Landes, attackierte eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.Aus Bahrain, Kuwait oder vom US-Militär gab es dafür zunächst keine Bestätigung.Uli PutzIran weist Kontakt zu Trump zurück und warnt vor AggressionIran weist Aussagen von US-Präsident Donald Trump über direkte Kontakte zwischen beiden Seiten zurück. Trumps ⁠falsche Behauptung sei lediglich ein Vorwand, um einen Krieg gegen Iran zu vermeiden, berichten staatliche Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter. Zudem meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider, jede amerikanische Aggression werde mit einer entschlossenen ‌militärischen Antwort und nicht mit politischer Erpressung beantwortet.Mehr ladenTickarooLive Blog Software