„Niemand da“ von Ingvar Ambjørnsen: Unter der kranken Sonne
Ingvar Ambjørnsen begegnete Freaks, Hausbesetzern, Süchtigen mit Empathie. Nun gibt es suggestive Erzählungen aus dem Nachlass.
Verlassene Hütten und Häuser, noch dazu umgeben von unwirtlicher Natur, sind ein Leitmotiv in diesen Erzählungen
Sigbert Georgi/imago
Ein gefeierter Schriftsteller war Ingvar Ambjørnsen in seinem Heimatland Norwegen schon in den Achtzigern, hierzulande kannte man eher „Elling“, den schrulligen Antihelden seiner erfolgreichen Romanreihe, als den Autor selbst. Ambjørnsen beginnt in den späten Siebzigern zu schreiben. Realistische, lakonische, aber alles andere als kunstlose Kurzgeschichten und Romane über Hausbesetzer, Freaks, Kleinkriminelle, Dealer und Süchtlinge, denen er mit großer Ernsthaftigkeit und Empathie begegnet, nicht nur weil er selbst diesem Milieu entstammt.








