Am zweiten Abend in Folge kam es am Mittwoch in Nordirland zu rassistisch motivierten Ausschreitungen. Die Polizei im Großraum der Hauptstadt Belfast setzte nach eigenen Angaben Wasserwerfer gegen gewalttätige Demonstranten ein. Sie rief Verkehrsteilnehmer und Passanten in der Vorstadt Newtownabbey auf, den Bereich zu meiden, da Gegenstände wie Ziegelsteine, Flaschen und Steine auf die Polizei geworfen worden seien. Zudem seien Mülleimer in Brand gesetzt worden, hieß es in einer Mitteilung.
Nach Angaben der BBC versammelten sich in Newtownabbey rund 200 Menschen. Ein Reporter des Senders berichtete, eine Gruppe habe sich einer Unterkunft für Migranten nähern wollen. Der Polizei sei es aber gelungen, sie daran zu hindern.Menschenansammlungen gab es nach britischen Medienberichten wie am Tag zuvor auch außerhalb der Hauptstadtregion. Der Mittwochabend verlief den Berichten zufolge insgesamt aber zunächst ruhiger als der Dienstag.
Belfast war am Dienstagabend von rassistischen Krawallen erschüttert worden. Hintergrund war ein Messerangriff vom späten Montagabend, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 30 Jahre alten Geflüchteten aus dem Sudan. Er wurde inzwischen wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.In einem Video ist zu sehen, wie der Angreifer mitten auf einer Straße auf einem blutüberströmten Mann sitzt und diesen mit einem Messer traktiert. Zwischendurch hebt er das Messer hoch und ruft etwas. Nach einer Weile wagen sich mehrere Männer in die Nähe und versuchen, den Angreifer von seinem Opfer zu trennen.










