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KORSIKA IST NICHT FRANKREICH steht in triefenden Lettern an der Hafenmauer von Bastia, gegen die salzige Wellen klatschen. Die Sonne geht gerade erst auf. Steifbeinig wanken wir von Bord der Fähre – eines unromantischen Klotzes voller Spielautomaten –, die graffitiförmige Unabhängigkeitserklärung pöbelt unseren müden Hirnen entgegen. Bonjou-, ach, nee. Guten Morgen?
Meine beste Freundin und ich haben ein Airbnb gebucht, Korsika soll schön sein, hat man uns gesagt (Schlüsselwörter »Wasser« und »kristallklar«). Ah, Züge gibt es hier keine? Busse alle paar Stunden? Ein Auto haben wir nicht, Geld nur in unwesentlichen Mengen. Wir versuchen es per Anhalter, aber niemand nimmt uns mit. Es ist schon Nachmittag, als wir Roger anrufen. Natürlich könne er uns abholen, nuschelt unser Gastgeber, er hoffe, dass wir keine Angst vor Hunden haben. Nein, notlüge ich und zwänge mich zwischen drei riesige Tiere.








