Oracle hat mit massiven Finanzierungsplänen Anleger enttäuscht und die Aktie damit auf Talfahrt ​geschickt. Der US-Softwarekonzern übertraf im vierten Quartal zwar die Erwartungen der Wall Street, ‌schürte jedoch Sorgen über seine steigende Verschuldung. Die Papiere fielen am Donnerstag nachbörslich um mehr als 4 Prozent.

In den vergangenen Monaten waren die Anleger gut durchgeschüttelt worden. Nach einem rasanten Anstieg im vergangenen Herbst hatte das Papier monatelang hauptsächlich den Weg nach unten gekannt. Mit der KI- und Tech-Rally der vergangenen Wochen hatte es sich wieder auf 250 Dollar hochgearbeitet, um dann wieder auf 200 Dollar zurückzufallen. Auch die Aktie des deutschen Oracle-Rivalen SAP notierte zuletzt leicht im Minus. In den vergangenen zwölf Monaten hatte das Papier mehr als 40 Prozent seines Werts verloren.

Geschäft mit KI-Rechenzentren wächstZuvor hatte das Unternehmen von Gründer Larry Ellison (81) mitgeteilt, im Geschäftsjahr 2027 fast 40 Milliarden Dollar durch eine Kombination aus Fremd- und Eigenkapital ​aufnehmen zu wollen. Darin ist eine bereits angekündigte Aktienemission im Volumen von ⁠20 ⁠Milliarden Dollar enthalten. Der Umsatz lag im abgelaufenen Jahresviertel bei 19,18 Milliarden Dollar. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 19,10 Milliarden gerechnet. ‌Der bereinigte Gewinn von 2,11 Dollar je ​Aktie übertraf ‌ebenfalls die Erwartungen von 1,96 Dollar.