Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sammeln immer mehr Versichertenjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. 2025 kamen Versicherte zu Beginn ihrer Altersrente im Schnitt auf 39,7 Jahre, 2005 waren es dagegen nur 32,3 Jahre gewesen, wie aus bislang unveröffentlichten Daten der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, aus denen der „Spiegel“ am Mittwoch zitierte.Hintergrund des Anstiegs seien die tiefgreifenden Veränderungen am deutschen Arbeitsmarkt seit der Jahrtausendwende: Insbesondere die Frauenerwerbstätigkeit sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen, ebenso die Arbeitsmarktbeteiligung Älterer, berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Zahlen.Frauen in den alten Bundesländern verzeichnen demnach einen besonders starken Anstieg ihrer Versicherungsjahre. Hier habe die Anzahl zwischen 2005 und 2025 von durchschnittlich 22,4 auf 36,9 Jahre zugenommen. Bei Frauen in den neuen Bundesländern sei die Anzahl von 41,1 auf 43,1 Jahre gestiegen.„Eine steigende Erwerbsbeteiligung und längere Versicherungszeiten führen auch zu höheren Rentenzahlungen bei Frauen und tragen damit zu einer besseren finanziellen Absicherung im Alter bei“, sagte Uwe Hildebrandt, Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung der Rentenversammlung, dem „Spiegel“. Ebenfalls erhöhend wirke sich bei vielen Frauen die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten durch die sogenannte „Mütterrente“ aus.Gestiegen ist demnach zudem auch die Höhe der Rentenzahlungen. So kamen Neu-Rentner mit mindestens 35 Versicherungsjahren vor zehn Jahren noch auf durchschnittlich 1217 Euro. Inzwischen seien es im Schnitt 1717 Euro – ein Anstieg um 41 Prozent. Zum Vergleich: Die Nominallöhne sind im gleichen Zeitraum nur um 35 Prozent gewachsen. (AFP)