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Iran-Krieg: Trump kündigt noch für heute neue Angriffe auf den Iran an Live-Blog Israels Präsident streckt Libanon „Hand zum Frieden“ aus +++ IAEA-Rat fordert wohl Informationen über iranische Atombestände +++ Wadephul: Deutschland gegen Sanktionen gegen Israel +++ Der Newsblog.
10.06.2026 - 18:26 Uhr Artikel anhörenUS-Präsident Donald Trump: „Irans Militär ist ein einziges und totales Chaos.“ Foto: REUTERSTrump: Noch heute weitere Angriffe auf den IranUS-Präsident Donald Trump hat angekündigt, es werde noch heute weitere Angriffe auf den Iran geben. Dabei werde man den Iran „sehr hart“ treffen. „Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute wieder hart treffen“, sagte der Republikaner am Mittag (US-Ortszeit) im Weißen Haus vor Reportern.Er werde aber nicht sagen, ob dabei auch Brücken und Kraftwerke „ausgeschaltet“ würden. Trump sagt weiter, ein „Deal“ mit dem Iran sei fertig ausgehandelt und der Iran habe zugestimmt, keine Atomwaffe zu besitzen. Ob das stimmt, blieb zunächst offen. Stunden zuvor hatte Trump noch gesagt, er sei kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen.Israels Präsident streckt Libanon „Hand zum Frieden“ ausDer israelische Präsident Izchak Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt. „Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk“, sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, des Irans und von Terrororganisationen und als freier und souveräner Staat existieren, forderte er. „Ich träume davon, nach Beirut zu fahren“, sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, „aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird“. In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: „Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.“ Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, „dass sie Frieden und nicht Terror wollen“. Israelischer Präsident Izchak Herzog: „Ich träume davon, nach Beirut zu fahren.“ dpaIAEA-Rat fordert wohl Informationen über iranische AtombeständeDer Gouverneursrat der UN-Atomenergiebehörde IAEA verabschiedet Insidern zufolge eine von den USA unterstützte Resolution, in der der Iran aufgefordert wird, seine verbliebenen Bestände an angereichertem Uran anzugeben und diese von Inspektoren überprüfen zu lassen. Die von den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland eingebrachte Resolution wurde mit 21 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen angenommen, wie Diplomaten bei der Sitzung hinter verschlossenen Türen mitteilten. Die Nein-Stimmen seien von Russland, China und Niger gekommen, Venezuela habe nicht teilnehmen dürfen.Iran: Haben bereits gezeigt, dass wir auf Drohungen angemessen reagierenEin iranischer Militärsprecher sagt als Reaktion auf US-Präsident Donald Trump, der Iran habe bereits gezeigt, dass er auf Drohungen angemessen reagieren werde. Trump hatte zuvor unter anderem mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken gedroht.Israels Truppen im Libanon offenbar kurz vor NabatijaInmitten erneuter Spannungen im Irankrieg kommt es im Libanon weiterhin zu schweren Angriffen der israelischen Armee. Auch die Kämpfe um die Burg Beaufort in der Provinz Nabatija, die israelische Truppen vor etwa einer Woche eingenommen hatten, dauerten an. Israelische Kampfhubschrauber hätten die Miliz in Nähe der Burg mit Maschinengewehrfeuer angegriffen, berichteten libanesische Medien. Die Hisbollah reklamierte derweil erneut mehrere Angriffe auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich.Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge sind israelische Truppen bis in die unmittelbare Nähe der Stadt Nabatija vorgerückt. Damit rückt die Frontlinie näher an einen der wichtigsten wirtschaftlichen Knotenpunkte der Region heran.Die israelischen Streitkräfte befinden sich Berichten zufolge nur noch wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Im Libanon herrscht die Sorge, die israelische Armee könnte sich auf eine Einnahme der Stadt vorbereiten. Dafür gibt es von israelischer Seite keine Bestätigung. Die israelische Armee äußert sich zugleich nicht zu den genauen Positionen ihrer Truppen.Wadephul: Deutschland derzeit gegen Sanktionen gegen IsraelIm Gegensatz zu Frankreich und Großbritannien lehnt die Bundesregierung weitere Sanktionen gegen jüdische Siedler und israelische Regierungsmitglieder derzeit ab. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Bundesregierung der Auffassung, dass unsere Stimme in Israel gehört wird und dass andere Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht geboten sind“, sagt Außenminister Johann Wadephul in Berlin. Großbritannien, Frankreich und weitere westliche Staaten verhängten am Dienstag weitere Sanktionen. Dem Minister zufolge stimme sich die Bundesregierung bei diesem Thema eng europäisch ab. Er sei jedoch nicht sicher, dass das Thema etwa bei den EU-Außenministern auf der Tagesordnung stehen werde.









