In seinem neuen Film „Disclosure Day“ stellt Steven Spielberg einer Welt der Angst eine universenumspannende Zuversicht entgegen.

Margaret Fairchild (Emily Blunt) in „Disclosure Day“, hinten rechts Daniel Kellner (Josh O'Connor)

Universal Pictures

Als die Welt sich in den 1970er Jahren auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges befand, entdeckte das Kino des kollektiven Westens eine filmische Form, um sich auf die undurchschaubare Wirklichkeit einen Reim zu machen: den paranoiden Thriller. Ein Einzelner oder eine kleine Gruppe entzog sich in diesen Filmen der kollektiven Geheimniskrämerei des Staates und musste gegen alle Wahrscheinlichkeit versuchen, am Leben zu bleiben. Auch in Steven Spielbergs neuem Film „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ steht die Welt am Abgrund.

In den Nachrichten nehmen die globalen Konfrontationen zu, die Armeen der Welt werden in immer höhere Alarmstufen versetzt. Während sich die globale Krise zuspitzt, sieht sich der Cybersicherheitskonzern Wardex mit einem abtrünnigen Mitarbeiter konfrontiert. Und der Kryptografieexperte Daniel Kellner (Josh O’Connor) kennt nicht nur alle Geheimnisse der Firma, er hat auch das gesamte digitale Archiv von Kontakten mit Außerirdischen entwendet, das die Firma seit Jahrzehnten für die US-Behörden vor der Öffentlichkeit versteckt.