Trump: Iran wird Preis für verpasstes Abkommen zahlen US-Präsident Donald Trump hat Iran erneut gedroht. „Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern.Zugleich erklärte er einmal mehr Irans Militär für weitgehend besiegt. Die iranischen Streitkräfte seien „ein einziges Chaos“, schrieb er. Große Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. „Sie wurden vollständig besiegt“, schrieb Trump weiter, „der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!“.Iran sei überdies wirtschaftlich stark geschwächt. Die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen sei äußerst effektiv und wirke wie eine „STAHLMAUER“, schrieb Trump in einem weiteren Post. Die Islamische Republik könne keinerlei Geschäfte mehr machen und weder ihre Rechnungen noch ihr Militär finanzieren.Tanker vor Küste Omans in BrandVor der Küste des Omans ist an einem Tanker im Maschinenraum ein Brand ausgebrochen. Die Besatzungsmitglieder würden evakuiert, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Zwei Menschen würden vermisst, zudem gebe es ein „Opfer“, teilte die Behörde mit. Es war unklar, ob es sich dabei um ein Todesopfer oder einen Verletzten handelte. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge handelt es sich um den Öltanker „Settebello“, der unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fährt. Bloomberg berichtete, der Tanker habe regelmäßig iranisches Öl transportiert.Vereinte Nationen schicken Ermittler nach Libanon Die Vereinten Nationen (UN) schicken kommende Woche ein ⁠Ermittlerteam nach Libanon. Es solle mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht durch alle Konfliktparteien untersuchen, teilt der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, mit. Es sei das erste Mal, dass ein solches ‌Team entsandt werde. Es gehe darum, Verstöße aller Parteien gegen das Völkerrecht und die internationalen Menschenrechte zu untersuchen, zu dokumentieren und darüber zu berichten. Libanon wurde am 2. ‌März in den Nahost-Konflikt ‌hineingezogen. Die vom Iran unterstützte Hizbullah-Miliz feuerte aus Solidarität mit Iran Raketen auf Israel ab, das zusammen mit den USA am 28. Februar Iran angegriffen hatte. Israel reagierte mit einer umfassenden Luft- ​und Bodenoffensive in Libanon. Dadurch wurden bislang ⁠mehr als 3600 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben. Die USA hatten am 16. April eine ​Waffenruhe vermittelt, die Kämpfe gingen jedoch weiter. Libanon zufolge hat Israel seit Verkündung der Waffenruhe fast 3500 ⁠Angriffe ausgeführt. Erdoğan sieht Israel als Bedrohung für die TürkeiDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sieht Israels Vorgehen in der Region auch als Bedrohung für die Türkei. Die Angriffe Israels gegen Libanon und Syrien hätten ein Ausmaß erreicht, das auch die Türkei bedrohe, sagte Erdoğan in Ankara vor seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP. Erdoğan beschuldigte Israel zudem in der gesamten Region, einschließlich des östlichen Mittelmeers, destabilisierende Politik zu betreiben.Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, Erdoğan sei „der Letzte, der dem Staat Israel Moralpredigten halten“ könne. Er unterstütze die Hamas, unterdrücke sein eigenes Volk und inhaftiere politische Rivalen. Israel werde „weiterhin entschieden gegen den Iran und seine Verbündeten vorgehen, die den Nahen Osten und die ganze Welt bedrohen“. Iran plant riesige Begräbnisfeier für Obersten Führer Das Vorbereitungskomitee für die Begräbnisfeier des Obersten Führers Ali Khamenei geht davon aus, dass „Millionen Trauernde“ daran teilnehmen werden. Die Zeremonie samt Prozession werde nach dem Aschura-Tag stattfinden, an dem die Schiiten dem Martyrium Imam Husseins gedenken, hieß es in einer Mitteilung. In diesem Jahr fällt Aschura auf den 25. Juni. Der Zeitplan wurde mit der Notwendigkeit begründet, die Logistik für Millionen Trauergäste vorzubereiten sowie mit Khameneis Wertschätzung für Aschura-Rituale. Von bis zu 20 Millionen Teilnehmern ist die Rede. Khamenei war am 28. Februar zu Beginn des Irankriegs durch einen israelischen Luftangriff getötet worden. Sein Sohn Modschtaba, der bei dem Angriff verletzt worden sein soll, wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Er ist seither noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten, auch nicht durch eine Sprachnachricht oder Videobotschaft. Die Trauerfeier könnte dem neuen Obersten Führer als Anlass dienen, sich erstmals zu zeigen. Nach Angaben der Teheraner Stadtverwaltung wird eine dreitägige Feier vorbereitet, an der auch ausländische Gäste teilnehmen sollen. In Khameneis Heimatstadt Maschhad haben ebenfalls Vorbereitungen begonnen. Es wird erwartet, dass er dort auf dem Gelände des Imam-Reza-Schreins begraben wird. Das Heiligtum besuchen jedes Jahr Millionen Pilger.20.000 Iraner ohne Zugang zu TrinkwasserNach den nächtlichen US-Angriffen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste des Landes ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter. „Durch diesen Vorfall wurden mehr als 20.000 Einwohner der Region, die ohnehin unter schwierigen klimatischen Bedingungen und extremer Hitze leben, vom Zugang zu Wasser abgeschnitten“, hieß es in dem Bericht weiter. Iranische Medien veröffentlichten Fotos, die zerstörte Wasserbecken zeigen sollen. Aktuell herrschen in Irans südlichen Küstenregionen Temperaturen von weit über 30 Grad. Israel fordert Menschen in Südlibanon zur Evakuierung aufDie israelische Armee hat die Menschen in Südlibanon dazu aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. „Angesichts der Verletzung des Waffenstillstandsabkommens durch die terroristische Hizbullah ist das Verteidigungsheer gezwungen, mit aller Kraft gegen sie vorzugehen. Das Verteidigungsheer hat nicht die Absicht, Ihnen zu schaden“, schrieb Armeesprecher Oberst Avichay auf X. Die Evakuierungsanordnung gilt für die Ortschaft Ansariyeh, die knapp 40 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Die Bewohner sollten sich nördlich des Zahrani-Flusses in Sicherheit bringen. Jeder, der sich in der Nähe von Hizbullah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfausrüstung aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr, heißt es weiter. Zuvor hatte die Armee bereits Evakuierungsanweisungen für die Dörfer Ghassaniyeh und Houmine al-Fauqa veröffentlicht.China und Russland rufen zur Zurückhaltung aufChina hat sich nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und Irans „tief besorgt“ gezeigt und beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte am Mittwoch, „verschiedene betroffene Parteien“ sollten „konkrete Maßnahmen“ ergreifen, um eine weitere Eskalation der Lage vermeiden und die Spannungen abzumildern. Ähnliche Äußerungen waren auch aus Russland zu vernehmen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte am Mittwoch vor Journalisten in Moskau: „Wir sind extrem besorgt über die neue Runde bewaffneter US-iranischer Konfrontation.“ Diese habe mit „unprovozierter US-israelischer Aggression“ gegen Iran begonnen. Sie appellierte an Washington und Teheran, „Zurückhaltung zu üben und die militärischen Angriffe unverzüglich einzustellen“.China ist ein wichtiger Abnehmer von Erdöl aus Iran. Durch den Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg und die anschließende weitgehende Blockade der Straße von Hormus durch Teheran sind die Energiepreise in die Höhe geschossen.Iran: Gespräche mit USA auf dem Prüfstand Iran will die Gespräche mit den USA nach den Angriffen in ​der ⁠vergangenen Nacht neu bewerten. Das sagte der Sprecher des ​Außenministeriums in ⁠Teheran, Esmaeil Baghaei, laut der Nachrichtenagentur SNN. Mit ihren fortgesetzten Verstößen gegen die ⁠Waffenruhe schadeten die ⁠USA dem diplomatischen ⁠Prozess, ​so ⁠Baghaei.Jordanien fängt iranische Raketen ab Neben Kuwait und Bahrain ist auch Jordanien trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Irankrieg unter Beschuss geraten. Die Flugabwehr habe in al-Asrak am Dienstagabend fünf iranische Raketen abgefangen, teilten Jordaniens Streitkräfte der Staatsagentur Petra zufolge am Morgen mit. Dabei seien Trümmerteile herabgefallen, es habe aber keine Opfer oder Schäden gegeben. Man werde keinerlei Verletzung des Luftraums zulassen, hieß es weiter. Al-Asrak liegt im Osten Jordaniens, nicht weit von der irakischen Grenze. Berichten zufolge hat das US-Militär hier an einem Stützpunkt unter anderem Kampfflugzeuge stationiert. Nach Informationen der „New York Times“ waren hier kurz vor Kriegsbeginn im Februar Dutzende Kampfjets und Frachtflugzeuge sowie Drohnen und Hubschrauber des US-Militärs stationiert.Frachtschiff vor Jemen angegriffenVor der Küste des Jemen haben sich Angreifer auf einem kleinen Boot einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften eines Frachtschiffs geliefert. Die sechs Angreifer hätten sich dem Frachter genähert, woraufhin es zum Schusswechsel gekommen sei, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Morgen mit. Daraufhin sei das kleine Boot abgedreht. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren.Im Jemen ist die von Iran unterstützte Huthi-Miliz aktiv, die den Norden und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer kontrolliert. Nach der jüngsten Eskalation im Irankrieg hat sie Israel zuletzt erneut angegriffen und auch eine „Blockade“ der Seewege für Israel im Roten Meer verkündet. Seit 2023 hatte die Miliz Dutzende Schiffe mit angeblichem Bezug zu Israel in der Region angegriffen und teils versenkt oder stark beschädigt. Die Gegend, in der sich der Schusswechsel laut UKMTO ereignete, liegt allerdings weiter südlich im Golf von Aden. Die Küste des Jemen in diesem Gebiet wird von der international anerkannten Regierung kontrolliert, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Im Golf von Aden kommt es immer wieder auch zu Piraterie-Vorfällen mit Beteiligung von kriminellen Netzwerken aus Somalia. Rettungsaktion in der Straße von HormusNach dem Abschuss des US-Hubschraubers über der Straße von Hormus am Montagabend sind Details zur Rettungskation der beiden Piloten bekannt geworden. Wie das Wall Street Journal mit Verweis auf das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom berichtet, sollen sie von einem unbemannten Drohnenboot gerettet worden sein. Demnach trieben die Besatzungsmitglieder zunächst rund zwei Stunden im Wasser, bevor sie von dem ferngesteuerten Boot gerettet und in sichere Gewässer gebracht wurden, wo sie von einem Rettungshubschrauber aufgenommen wurden. Laut Tim Hawkins, dem Sprecher von Centcom, handelt es sich um die erste Rettungsaktion des US-Militärs mit einem unbemannten Drohnenboot. Begleitet wurde der Einsatz von Drohnen und Kampfjets aus der Luft. Bei dem Drohnenboot handelt es sich um das rund 7,3 Meter lange Modell Corsair des amerikanischen Herstellers Saronic, das eine Reichweite von mehr als 1600 Kilometer hat und rund 450 Kilogramm transportieren kann. Das amerikanische Onlinemagazine „The War Zone“ veröffentlichte auf der Plattform X ein Foto des Drohnenboots. Teheran: Golfstaaten müssen US-Angriffe verhindernDas iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der „rechtlichen und moralischen Verantwortung“, Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel „ihr Territorium oder ihre Einrichtungen“ nicht nutzten, um „feindselige Handlungen gegen Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen“, erklärte das Ministerium am Mittwoch. Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen, erklärte das Ministerium weiter. Als mögliche Ziele wurden in der Erklärung insbesondere Stützpunkte und logistische Einrichtungen genannt, die für Angriffe auf Iran genutzt würden.Uli PutzIran meldet Angriff auch auf US-Stützpunkt in JordanienNach einem Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bahrain hat Iran nach eigenen Angaben auch eine US-Basis in Jordanien attackiert. Es seien unter anderem „Stellplätze für F-35-Kampfjets auf einem Luftwaffenstützpunkt“ angegriffen und zerstört worden, erklärte die Revolutionsgarde am Mittwoch. Die Angriffe seien mit „Langstreckenraketen“ ausgeführt worden. Die jordanische Armee erklärte, sie habe fünf iranische Raketen abgeschossen.Zuvor hatte die Revolutionsgarde bereits erklärt, dass sie einen Drohnenangriff auf einen US-Stützpunkt in Bahrain ausgeführt haben. Zudem meldete Kuwait „feindliche“ Luftangriffe. Die Luftabwehr sei im Einsatz, erklärte die Armee des Golfemirats im Onlinedienst X am Mittwochmorgen.Uli PutzNahost-Spannungen belasten asiatische BörsenDie Eskalation der Spannungen im Nahen Osten hat die asiatischen Börsen am ​Mittwoch belastet. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte außerhalb Japans verlor 0,6 Prozent. Der japanische Nikkei-Index gab 0,9 Prozent auf 64,825 Punkte nach. In Südkorea rutschte der technologielastige ‌Kospi um zwei Prozent ab. „Die Geopolitik wird derzeit als Schlagzeilrisiko behandelt, noch nicht als makroökonomischer Schock“, sagte Charu Chanana, Chefanlagestratege bei Saxo in Singapur. Die Anleger richten ihren Blick bereits auf die ‌am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Experten erwarten ‌einen Anstieg der Verbraucherpreise um 4,2 Prozent im Jahresvergleich - das wäre der stärkste Anstieg seit April 2023.Mehr ladenTickarooLive Blog Software