Verhütung für Männer : Die Spermien schon im Hoden stoppen10.06.2026, 10:21Lesezeit: 1 Min.Forscher aus Gießen wollen ein neuartiges Verhütungsmittel für Männer entwickeln. Sie setzen dabei auf einen biologischen Prozess, über den bisher wenig bekannt ist.Forscher der Gießener Liebig-Universität arbeiten an einem neuen Verhütungsmittel für Männer. Zusammen mit Kollegen aus Aachen, Münster, Bonn und München wollen sie einen nichthormonellen Wirkstoff entwickeln, der vorübergehend unfruchtbar macht, dabei zuverlässig ist und möglichst geringe Nebenwirkungen verursacht. Das Bundesforschungsministerium stellt dafür über einen Zeitraum von drei Jahren rund drei Millionen Euro zur Verfügung.Die Wissenschaftler untersuchen dafür den bisher wenig verstandenen biologischen Prozess, der den Transport von Spermien im Hoden reguliert. Ausgelöst wird er durch das Molekül ATP, das als „universelle Energiewährung“ der Zelle bekannt ist. Neuere Studien zeigen laut Uni Gießen, dass ATP auch Kontraktionen in den Muskelzellen auslöst, die die Samenkanälchen umgeben. Diese Kontraktionen sorgten dafür, dass reife, aber noch unbewegliche Spermien innerhalb des Hodens transportiert würden.Die Projektteilnehmer wollen die Gene, Proteine und Mechanismen erforschen, die am Zusammenziehen der Muskelzellen beteiligt sind. Ziel ist es, potentielle Arzneistoffe zu finden, die in diesen Prozess eingreifen können. Laut Projektkoordinator Marc Spehr von der RWTH Aachen geht es darum, neue Optionen für die Familienplanung zu eröffnen und die Verantwortung für die Verhütung gerechter zwischen Männern und Frauen zu verteilen.
Forschung an neuem Verhütungsmittel für Männer
Forscher aus Gießen wollen ein neuartiges Verhütungsmittel für Männer entwickeln. Sie setzen dabei auf einen biologischen Prozess, über den bisher wenig bekannt ist.








