Es ist kurz nach drei Uhr morgens Ortszeit, als über dem dunklen Wasser vor Omans Küste ein orangefarbener Feuerball zerbirst. Ein AH-64 Apache der US Army, eines der teuersten und fürchterlichsten Kampfhubschrauber der Welt, bewaffnet mit Hellfire-Raketen, sackt brennend in den Persischen Golf. Pilot und Bordschütze ziehen die Notausstiegshebel, schlagen ins Meer.
Zwei Stunden später passiert etwas, das es in der Geschichte der US-Streitkräfte so noch nie gegeben hat: Kein Rettungsschwimmer, kein SEAL-Team, sondern ein 7,3 Meter langes autonomes Überwasserboot vom Typ Saronic Corsair fischt die beiden Soldaten aus dem Wasser, fährt sie an eine andere Position, wo sie schließlich von einem Hubschrauber aufge nommen werden. Es ist die erste bekannte Rettung von US-Personal auf See durch ein unbemanntes Militärschiff überhaupt.
Knapp 14 Stunden später, um 17 Uhr Eastern Time, schlägt das US Central Command (Centcom) zurück. Das US-Militär gab auf X bekannt, iranische Luftabwehr-, Bodenkontrollstationen und Überwachungsradare nahe der Straße von Hormus angegriffen zu haben. Centcom bezeichnete die Operation als „verhältnismäßige Antwort“ auf jüngste Angriffe auf US-Streitkräfte und kommerzielle Schifffahrt. Präsident Donald Trump, der die Drohung am Vortag über Truth Social ausgesprochen hatte, sagte ABC News, die Reaktion müsse „sehr stark, sehr mächtig“ sein.












