Die Berliner CDU hat Kai Wegner als ihren Spitzenkandidaten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus nominiert. Auf einem Landesparteitag stimmte eine breite Mehrheit der Delegierten für den CDU-Landesvorsitzenden und Regierenden Bürgermeister. Bei der geheimen Wahl entfielen auf ihn 252 der 272 abgegebenen Stimmen – ein Anteil von 92,6 Prozent.
Zuvor hatte Wolfram Wickert, ein Delegierter aus dem Kreisverband Mitte, überraschend seine Gegenkandidatur erklärt. Die CDU brauche einen anderen Spitzenkandidaten, sagte er zur Begründung. Das neue Abgeordnetenhaus von Berlin wird am 20. September gewählt. Derzeit wird die Hauptstadt von einem Bündnis aus CDU und SPD regiert.Die Grünen treten mit Fraktionschef Werner Graf an, die Linke mit Vizechefin Elif Eralp. Die AfD bestimmte Landeschefin Kerstin Brinker als Spitzenkandidatin, die SPD den ehemaligen Staatssekretär Steffen Krach. Das BSW wählte Landeschef Alexander King auf den ersten Listenplatz, die FDP ihren Landesvorsitzenden Christoph Meyer.
Wegner will weiter Chef im Roten Rathaus bleibenIn seiner mehr als einstündigen, kämpferischen Rede hatte Wegner (53) auf Erfolge der schwarz-roten Regierungspolitik hingewiesen und seinen Anspruch deutlich gemacht, die Regierung auch nach der Wahl anführen zu wollen. »Wir sind erfolgreich gewesen. Es waren drei gute Jahre für Berlin«, sagte Wegner. Er werde dafür kämpfen, dass der pragmatische Kurs weitergeführt werde. In Berlin müsse gesunder Menschenverstand statt linksgrüner Ideologie regieren.











