Wowereits legendäres Coming-out am 10. Juni 2001 hat Homosexualität in der Politik entdramatisiert. Warum passiert das nicht auch im Männer-Profifußball?
S PD-Landesparteitage, zumal in Berlin, sind in der historischen Betrachtung normalerweise nie der Rede wert, aber der vom 10. Juni 2001 wird im Gedächtnis bleiben. „Ich bin schwul – und das ist auch gut so“, sagte dort Klaus Wowereit, damals Fraktionschef der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus und designierter Kandidat für das Bürgermeisteramt der Hauptstadt. Dieser Satz veränderte die atmosphärische Lage der Republik im Hinblick auf Homosexualität ums beinah Ganze.
Wowereit griff auf der politischen Versammlung ein, besser: sein Thema auf, das bis dahin zum klassischen Repertoire homophober Kommunikation gehörte: Sprich nicht drüber! Du kannst schwul (oder lesbisch) sein, aber schweig darüber, denn die Öffentlichkeit wird dir ihre Liebe entziehen, jeden Respekt verweigern – du wirst fallen!
Dieser Satz veränderte die atmosphärische Lage der Republik im Hinblick auf Homosexualität ums beinah Ganze







