US-Militär: Vergeltungsschläge gegen Iran begonnen Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen gegen Iran begonnen. Diese seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump und als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers erfolgt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. „Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar“, begründete das US-Militär sein Vorgehen. Die Angriffe hätten um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit begonnen.Nähere Angaben zum Umfang der Angriffe machte Centcom zunächst nicht. Zuvor hatte Iran nach Angaben von Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen. Die USA müssten notwendigerweise auf diesen Angriff reagieren, teilte er mit. Zwei Piloten des abgeschossenen Apache-Hubschraubers seien unverletzt und in Sicherheit.Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden am Abend (Ortszeit) in der Hafenstadt Sirik am Golf von Oman und Umgebung von Bewohnern Explosionen gemeldet, ohne dass diese eindeutig zugeordnet werden konnten.Hizbullah-Kämpfer dringt nach Israel ein und wird erschossen Ein bewaffnetes Mitglied der libanesischen Hizbullah-Miliz ist israelischen Angaben zufolge nach Israel vorgedrungen und hat dort auf israelische Soldaten geschossen. Die Truppen im Bereich des Ramim-Höhenzugs hätten zurückgeschossen und den Angreifer „ausgeschaltet“, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Keiner der Soldaten sei verletzt worden. Sicherheitskräfte durchkämmten weiter das Gebiet. Es war zunächst unklar, wie der Hizbullah-Kämpfer die streng bewachte Grenze nach Israel überqueren konnte. Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen wurde eine Drohne der israelischen Luftwaffe in das Gebiet entsandt. Die Bewohner der Grenzorte Misgav Am, Margaliot und Manara wurden angewiesen, bis auf weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Zudem wurde eine nahegelegene Straße für den Verkehr gesperrt. Iran meldet zwei getötete Soldaten nach israelischen Angriffen Nach den israelischen Angriffen hat Iran zwei Tote gemeldet. Die beiden Soldaten der Flugabwehr seien am Montag durch israelischen Beschuss getötet worden, hieß es in einer von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Zu ihrem Einsatzort gab es zunächst keine Angaben. Zuvor hatten Irans Rettungsdienste 15 Verletzte gemeldet. 14 der Verletzten stammten demnach aus der Provinz Chusestan im Landessüden. Einer der Verletzten stammte aus der Hauptstadt Teheran.Westliche Staaten verhängen Sanktionen gegen Siedler in Westjordanland Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Norwegen haben am Dienstag koordinierte Sanktionen gegen extremistische israelische Siedler im Westjordanland verhängt. Dies teilte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot mit. Die Staaten reagierten damit auf eine Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Gebiet.Frankreich habe zudem ein Einreiseverbot gegen den israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, vier Anführer von Siedlerorganisationen sowie 21 gewalttätige Siedler verhängt, erklärte Barrot auf der Plattform X. Die Staatengruppe warnte, sie sei zu weiteren Schritten bereit, sollte die israelische Regierung nicht unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Situation vor Ort zu verbessern. Libanon meldet mindestens acht Tote bei israelischem Angriff auf Tyros Bei einem israelischen Luftangriff auf die historische Hafenstadt Tyros im Süden Libanons sind am Dienstag nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen getötet worden. Dem Ministerium und staatlichen Medien zufolge traf die Rakete den östlichen Rand der Stadt. Dies sei einer der folgenschwersten israelischen Angriffe auf Tyros seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und der Hizbullah-Miliz, hieß es weiter. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden. Das israelische Militär hatte vor dem Angriff erstmals eine Evakuierungsaufforderung für das gesamte Stadtgebiet erlassen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) teilte mit, sie sei zutiefst besorgt über dieses Vorgehen. Dies setze die Menschen in dieser ohnehin chaotischen und unsicheren Lage weiteren Gefahren aus. MSF setzte die medizinische Arbeit in mehreren nahegelegenen Krankenhäusern sowie den Betrieb mobiler Kliniken für den Tag aus. Israelischer Evakuierungsaufruf für die libanesische Stadt Tyros Trotz der wiederaufgenommenen Waffenruhe mit Iran hat das israelische Militär einen Evakuierungsaufruf für die libanesische Küstenstadt Tyros herausgegeben und damit vor möglichen Angriffen gewarnt. Erstmals umfasst der Aufruf auch das christliche Viertel der Stadt. Zur Begründung hieß es am Dienstag, Kämpfer der mit Iran verbündeten Hizbullah-Miliz seien dort aktiv. Beweise dafür legte die Armee zunächst nicht vor. Bisherige Räumungsaufforderungen hatten das christliche Viertel ausgeklammert. Das israelische Militär hatte die Einwohner jedoch zuvor gewarnt, dass auch dieses Gebiet ins Visier genommen werden könnte, sollte die Hizbullah dort weiterhin präsent sein. Solchen Evakuierungsaufrufen folgen häufig Angriffe der israelischen Armee. Am Montag hatten Israel und Iran einen Stopp ihrer gegenseitigen Angriffe verkündet. Iran erklärte jedoch, er könne seine Angriffe wiederaufnehmen, sollte Israel weiter die Hizbullah angreifen. US-Hubschrauber in der Nähe der Straße von Hormus abgestürztEin Apache-Kampfhubschrauber der US-Armee ist einem Bericht der „New York Times“ zufolge am Montag unter bisher noch ungeklärten Umständen nahe der Straße von Hormus abgestürzt. Die Piloten seien in Sicherheit, teilte US-Präsident Donald Trump am Dienstag mit. „Den Piloten geht es gut“, sagte er gegenüber Reportern in New York. Die US-Regierung werde im Laufe des Tages einen Bericht zu dem Vorfall vorlegen, kündigte er an. Weitere Details nannte Trump nicht. Trump sieht Verhandlungen mit Iran in „den letzten Zügen“US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. „Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird“, sagte Trump am Dienstag. Ein halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden „zwei oder drei Tage“ für möglich.Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Irankrieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. In der Nacht zum Montag hatten Israel und Iran erstmals seit Beginn der Feuerpause wieder Angriffe aufeinander gestartet. Im Verlauf des Tages verkündeten dann beide Länder, dass die Kampfaktionen vorerst wieder eingestellt worden seien.Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Krieges waren zuletzt ins Stocken geraten. Trump hatte bereits mehrfach eine nahe Einigung in den Gesprächen mit Iran angedeutet, bislang blieben die über Vermittler geführten Gespräche aber ohne Ergebnis. Nach Frankreich wird nun auch in Italien gegen den israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir wegen des Verdachts der Folter und Freiheitsberaubung ermittelt. Hintergrund ist der Umgang mit Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Monat, unter denen sich auch italienische Staatsbürger befanden. Ben-Gvir teilte in einer Stellungnahme mit, er werde sich den Ermittlungen nicht entziehen und weiter an der Seite der israelischen Einsatzkräfte stehen. Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete das Vorgehen gegen die Aktivisten als „inakzeptabel“. Trump warnt Netanjahu vor Krieg gegen Iran im Alleingang US-Präsident Donald Trump warnt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einem neuen Krieg gegen Iran. Sollte es wieder zu einem Konflikt kommen, könnte Israel auf sich allein gestellt sein, sagte Trump in einem Interview des US-Nachrichtenportals Axios. „Bibi, du solltest besser vorsichtig sein, oder du wirst sehr bald auf dich allein gestellt sein “Trump laut dem Portal „Axios“Iran: Neuer Sicherheitsgürtel von Hormus bis zum Roten Meer Die iranischen Al-Quds-Brigaden haben die Errichtung eines neuen Sicherheitsgürtels angekündigt. Dieser „Gürtel des Widerstands“ soll sich von der Straße von Hormus bis zur Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen sowie vom Golf bis zum Roten Meer erstrecken, sagte der Kommandeur Esmail Kaani nach Angaben von staatlichen Medien. Unter dem Begriff „Widerstand“ oder „Achse des Widerstands“ fasst die Führung in Teheran ihre Verbündeten in der Region zusammen, zu denen unter anderem die Huthi-Rebellen im Jemen gehören. Libanons Präsident will mit Israel über Nichtangriffspakt sprechenDer libanesische Präsident Joseph Aoun richtet einen seltenen Appell an Israel und bietet Verhandlungen über ein Ende des Krieges an. Eine militärische Lösung werde den Menschen im Norden Israels niemals Sicherheit bringen, sagt Aoun in einem Interview mit dem Sender CNN. Der Libanon sei bereit für Gespräche. Ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu schließt Aoun jedoch vor einer Einigung aus. Bei der angestrebten Vereinbarung solle es sich um einen Nichtangriffspakt und nicht um ein vollständiges Friedensabkommen handeln. Bei einem israelischen Angriff auf den Süden Libanons sind nach libanesischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Acht weitere seien bei dem Angriff auf Tyros verletzt worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Montag mit. Darunter seien vier Sanitäter des Roten Kreuzes. US-Militär greift Tanker im Golf von Oman anIran will die von den USA errichtete Seeblockade nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Bagher Ghalibaf durchbrechen. Man werde sie in eine weitere Niederlage für den Feind verwandeln, teilte Ghalibaf auf seinem Telegramkanal mit. „Wir werden weder nur kämpfen noch nur verhandeln; vielmehr werden wir zu unserer eigenen Zeit kämpfen und zu unserer eigenen Zeit verhandeln“, erklärte er. Das Ziel Irans sei ein Ende des Krieges und eine stabile Sicherheit. Man habe kein Vertrauen in die Gegenseite. Zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der einen iranischen Hafen ansteuern wollte. Der unbeladene Öltanker habe gegen die US-Blockade von iranischen Häfen verstoßen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Man habe den Maschinen- und Steuerraum des unter der Flagge Palaus fahrenden Schiffes beschossen, nachdem die Besatzung Anweisungen nicht befolgt habe. Das Schiff sei manövrierunfähig.Das indische Ministerium für Schifffahrt hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Öltanker mit 24 indischen Seeleuten an Bord in Brand geraten sei. Es habe Berichte über ein Feuer auf der „MT Marivex“ gegeben. Nach vorliegenden Informationen seien alle indischen Besatzungsmitglieder in Sicherheit.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: US-Armee: Neue Angriffe auf Iran gestartet | FAZ
USA greifen Iran als Vergeltung für möglichen Hubschrauber-Abschuss an +++ Trump wirft Iran Abschuss von Hubschrauber vor +++ Mindestens acht Tote bei israelischem Angriff auf Tyros in Libanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog














