PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMega-BahnprojektMehr als tausend Kilometer Kabel falsch verlegt – Stuttgart 21 soll erst 2031 in Betrieb gehenStand: 19:41 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Verzögerungen bei Stuttgart 21 nehmen kein EndeQuelle: SWR - SüdwestrundfunkBeim Pannenprojekt Stuttgart 21 sorgen laut einem Bericht nun falsch verlegte Kabel für weitere Verzögerungen. Ministerpräsident Cem Özdemir warnt, das Bahn-Projekt verkomme zur „Lachplatte“ und fordert Antworten.Deutschlands bekanntestes Bahnprojekt soll laut einem Medienbericht noch später in Betrieb gehen als zuletzt angenommen. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf das Umfeld der mit dem Projekt vertrauten Personen berichtete, müsse die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs auf Ende 2031 verschoben werden. Ein Bahnsprecher teilte mit, dass man sich zu derartigen Spekulationen nicht äußere. Laut einem Bericht des Senders SWR verzögert sich die Eröffnung des Stuttgarter Hauptbahnhofs aber auch deshalb, weil mehr als 1000 Kilometer Kabel und Kabelschächte falsch verlegt wurden. Davon müsse der allergrößte Teil ausgetauscht werden, berichtete der SWR am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die Deutsche Bahn wollte dazu gegenüber dem Sender keine Stellung nehmen und verwies auf eine Pressekonferenz zu Stuttgart 21 noch im Juni.Der Konzern hat angekündigt, er werde Mitte des Jahres bekannt geben, wann der Stuttgarter Hauptbahnhof in Betrieb genommen wird. Am Bahn-Projekt Stuttgart 21 wird seit gut 16 Jahren gearbeitet.Özdemir will belastbare ZahlenAus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir muss die Bahn nun alle Karten auf den Tisch legen. „Ich will nicht, dass wir da jetzt jedes Jahr neue Zahlen bekommen“, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. „Aber es muss ja auch mal ein Ende haben.“ Er verlange von der Bahn belastbare Zahlen und Antworten auf die Fragen, wann die einzelnen Etappen und wann das gesamte Projekt Stuttgart 21 fertig seien. Lesen Sie auchDas Projekt werde langsam „zur Lachplatte“, sagte Özdemir auch mit Verweis auf die als „Fernwanderweg“ bekanntgewordene Umleitung für Fußgänger von den Gleisen in die Stadt. Es gehe auch darum, zu zeigen, dass Stadt, Land und die Bundesrepublik Großprojekte stemmen könnten und sich nicht in Grund und Boden schämen müssten. Die zuletzt für Ende 2026 geplante Teileröffnung des Tiefbahnhofs war bereits im November abgeblasen worden. Als Grund für die erneute Verschiebung nannte Bahnchefin Evelyn Palla Probleme bei der Digitalisierung des Bahnknotens. Ein neues Datum für den Start hatte es damals zunächst nicht gegeben. Stattdessen hatte Palla eine umfassende Überprüfung des Projekts angekündigt, an deren Ende ein neuer Termin genannt werden sollte. Gebaut wird an dem Großprojekt bereits seit dem Jahr 2010. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung 2009 war man noch von einer Eröffnung 2019 ausgegangen.Auch die Kosten für das Projekt haben sich über die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Zuletzt bezifferte die Bahn die Kosten auf rund 11,3 Milliarden Euro. Die Mehrkosten muss die Bahn einem Gerichtsurteil zufolge alleine tragen.afp/dpa/saha
Mega-Bahnprojekt: Mehr als tausend Kilometer Kabel falsch verlegt – Stuttgart 21 soll erst 2031 in Betrieb gehen - WELT
Beim Pannenprojekt Stuttgart 21 sorgen laut einem Bericht nun falsch verlegte Kabel für weitere Verzögerungen. Ministerpräsident Cem Özdemir warnt, das Bahn-Projekt verkomme zur „Lachplatte“ und fordert Antworten.











