Stand: 09.06.2026 • 17:07 Uhr

Deutschland hat die höchsten Schulden in seiner Geschichte für Investitionen aufgenommen. Doch das Geld will einfach nicht dort ankommen, wo es soll. Ein extra geschaffener Investitionsbeirat warnt vor den Folgen.

Die grundsätzliche Richtung stimme, aber es fehle an Tempo. Und immer noch fließe zu wenig Geld dahin, wo es soll. Das ist das Fazit des Investitionsbeirats, der sein erstes Ergebnis zum 500-Milliarden-Sondervermögen vorgelegt hat.

Den Beirat hatte Finanzminister Lars Klingbeil im Herbst vergangenen Jahres einberufen, um beobachten zu lassen, wohin das viele Geld tatsächlich geht. In dem Gremium sitzen sieben ehrenamtliche Experten: Unternehmer Harald Christ, Ex-SAP Vorstand Sabine Bendiek, Ann-Kristin Achleitner von der TU München und der ehemalige Oberbürgermeister von Mannheim, Peter Kurz.

Sie sind sich einig: Beim Einsatz des Sondervermögens sei noch Luft nach oben, es fehle eine Gesamtstrategie, wohin die Bundesregierung damit möchte. "Was fehlt, ist ein ressortübergreifendes Zukunftsbild", sagt Christ, der Vorsitzende des Beirats. Soll heißen: Wie könnte die Zukunft Deutschlands aussehen und was ist die beste Investition für diese Zukunft? In welche Technologie investiert man am besten? Und in welche nicht? Viele Fragen wirft der Investitionsbeirat auf. Schaut man auf das, was bisher geschah an Investitionen, ist das Ergebnis noch ausbaufähig.