Geld für Öl, Gas und Kohle: Finanzindustrie setzt wieder auf Fossile

Banken weltweit investieren mehr in Öl, Gas und Kohle. In Europa ziehen sich viele Geldhäuser aus den Fossilen zurück. Ausnahme: die Deutsche Bank.

Schwarze Zahlen aus schwarzen Fossilen erhoffen sich die Banken, wie hier die EZB in Frankfurt

Boris Roessler/dpa

Die globale Finanzindustrie wendet sich weiter von Nachhaltigkeitszielen ab. Die 65 größten Banken weltweit haben im vergangenen Jahr ihre Geschäfte mit fossilen Unternehmen erneut erweitert. Sie steigerten ihr Engagement im Öl-, Gas- und Kohlesektor um acht Prozent auf 906 Milliarden US-Dollar. Laut dem „Banking on Climate Chaos“-Bericht, den Umweltorganisationen wie das Rainforest Action Network, Reclaim Finance, Sierra Club und Urgewald am Dienstag veröffentlichen, war die Summe im Vorjahr bereits um 162 auf rund 869 Milliarden US-Dollar angestiegen.