Wenn Muhidin Šeho zeigen will, welche Baumart in der Klimakrise ein Ersatz für die vielen todgeweihten Fichten in Bayerns Wäldern sein könnte, muss er erst einmal Gras und anderes krautige Pflanzenwerk beiseiteräumen. Dann wird der Blick frei auf einen winzig kleinen, dunkelgrünen Nadelbaum. „Das ist eine Kalabrische Weißtanne“, sagt der Forstwissenschaftler bei einem Besuch auf einer neuen Samenplantage im Staatswald nahe der Allgäuer Ortschaft Stöttwang. „Wir gehen davon aus, dass sie mit den künftigen Hitze- und Trockenperioden bei uns in Bayern sehr viel besser zurechtkommt als die Fichte und andere Nadelbäume.“