Stand: 09.06.2026 • 15:29 Uhr
Junge Menschen warten im Schnitt etwa 28 Wochen auf einen Therapieplatz. Gerade im ländlichen Raum fehlt es an Angeboten. Einige Apotheken wollen helfen - und werden zum "Safe Space" für Jugendliche mit Sorgen und Nöten.
Henrik Friese sitzt auf einer Bank im brandenburgischen Fredersdorf-Vogelsdorf. Er spricht offen darüber, dass er selbst mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Leistungsdruck in der Schule, das eigene Aussehen, dazugehören wollen.
Der 18-Jährige reflektiert: "Ich habe mich in ein Bild reingezwängt, das mich eigentlich unglücklich gemacht hat." Seine Probleme habe er überwunden, indem er sich Hilfe von einem Therapeuten geholt habe. Dort habe er gelernt, das Handy auch mal wegzulegen, Freunde zu treffen, Poker oder Tischtennis zu spielen.
Aus eigener Erfahrung könne er sagen, dass es immer eine Hilfe sei, "wenn einen etwas beschäftigt, dass man - egal mit wem - darüber sprechen kann". Es sei wichtig, dass einen die Person "ein bisschen auffängt und erstmal zuhört". Sich überhaupt zu öffnen, das habe er von seiner Mutter gelernt.






