Fernbeziehungen kennen viele aus Studien- oder Ausbildungszeiten. Aber für manche Paare gehört das Leben an zwei Orten auch dazu, wenn sie längst im Berufsleben stehen. Wenn etwa einer weit entfernt vom gemeinsamen Wohnort arbeitet und nur am Wochenende oder an einzelnen Tagen nach Hause kommt. Besonders schwer ist das, wenn man schon lange zusammenwohnt – und dann einer aus beruflichen Gründen eine weitere Wohnung suchen muss.
Plötzlich müssen Aufgaben neu verteilt werden: Haushalt und Kinderbetreuung bleiben häufig an der Person hängen, die zurückbleibt. Plötzlich fehlt Zeit für Gespräche, gemeinsame Hobbys und Erholung.
Pendeln kann Familien natürlich auch schon dann belasten, wenn Berufstätige morgens eine weite Strecke hin- und abends wieder zurückfahren. Untersuchungen deuten darauf hin, dass lange Pendelstrecken traditionelle Rollenbilder fördern. Männer werden demnach häufiger von Haus- und Sorgearbeit entlastet, wenn sie pendeln. Frauen dagegen übernehmen trotz langer Fahrzeiten oft weiterhin einen großen Teil der familiären Aufgaben.
Wir möchten von Leserinnen und Lesern, die weit fahren oder wegen der Arbeit zeitweise an verschiedenen Orten leben, wissen: Welche Strecke pendeln Sie oder Ihr Partner und wie lange schon? Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Beziehung – zum Partner, aber auch zu Kindern? Worüber streiten Sie wegen der Entfernung? Uns interessiert außerdem, welche Lösungen Sie gefunden haben: Wie schaffen Sie es trotz Ihrer Situation, Zeit für Beziehung und Familie zu finden? Und haben Sie Pläne, bald wieder ganz zusammenzuziehen?









