Das deutsch-französische FCAS-Projekt ist gescheitert. Nun will die deutsche Rüstungsindustrie, angeführt von einer Airbus-Tochter, einen eigenen Kampfjet entwickeln. Die IG Metall begrüßt den Plan.
09.06.2026, 13.49 Uhr
Airbus Defence and Space Campus in Toulouse
Die deutsche Rüstungsindustrie plant eine Allianz, um einen neuen Kampfjet zu entwickeln und das Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Projekts FCAS aufzufangen. FCAS steht für »Luftkampfsystem der Zukunft« und beschreibt eine Kombination aus einem Kampfjet der sechsten Generation, unbemannten Flugkörpern verschiedener Art und Größe sowie einem Missionssystem, das den Verbund steuert.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron in den vergangenen Tagen informiert, die gemeinsame Entwicklung eines Jets aufgeben zu wollen. Die Bundesregierung sieht die Schuld an dem Scheitern bei dem französischen FCAS-Partner Dassault, der die alleinige Hoheit über die Entwicklung des Jets und das geistige Eigentum daran für sich beansprucht habe.Angeführt von Airbus Defence and Space, der Rüstungssparte des Flugzeugbauers Airbus, will die deutsche Rüstungsindustrie das nun »entstandene Vakuum nutzen«, wie es in Kreisen der Initiative heißt. Die Gruppe nennt sich »Team Gen 6« und hat Anfang der Woche in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz ihre Absicht erklärt, gemeinsam einen Kampfjet der sechsten Generation entwickeln zu wollen. Die »Financial Times« hatte zuerst über den Brief berichtet.











