Nachdem das deutsch-französisch-spanische Kampfflugzeugprojekt FCAS am Montag für beendet erklärt wurde, planen acht Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungsunternehmen unter Führung von Airbus offenbar eine Allianz zur Entwicklung einer Alternative. Das berichtet die „Financial Times“ in Bezug auf ein Schreiben an das Büro von Bundeskanzler Friedrich Merz (70; CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (66; SPD), das der Zeitung vorliegt.Airbus Defence and Space, Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines und Rohde & Schwarz wollen demnach einen Kampfjet entwickeln und ihre Pläne „FT“-Insidern zufolge auf der ILA Berlin Air Show bekannt geben. Dort sollen die Vorstandsvorsitzenden der Firmen Mitte der Woche zusammentreffen, die Allianz unterzeichnen und das Projekt, das der „FT“ zufolge den Namen „Team Gen 6“ erhalten soll, vorstellen.Am Montag hatten Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron (48) sich geeinigt, die schwierige deutsch-französische Partnerschaft beim Kampfjetprojekt FCAS zu beenden. Das mit rund 100 Milliarden Euro veranschlagte Programm kam nie wirklich ins Rollen und litt unter Streitigkeiten zwischen den beteiligten Unternehmen. Die Politik hatte lange Zeit versäumt, eine Lösung für die anhaltenden Konflikte zu forcieren, oder das Projekt offiziell für gescheitert zu erklären.