EU-Drogenbericht 2026 : Europas Drogenmarkt wird immer unberechenbarer09.06.2026, 12:06Lesezeit: 2 Min.Die EU-Drogenagentur warnt vor unberechenbaren und oft verfälschten Substanzen, die immer mehr werden. Schmuggler umgehen Kontrollen zunehmend über kleine Häfen und den Einsatz von Drohnen.Die Europäische Drogenagentur (Euda) hat vor den Risiken gewarnt, die mit der „großen Verfügbarkeit“ psychoaktiver Substanzen „in immer vielfältigerer Form“ einhergehen. Der Jahresbericht der Agentur zeige mit mindestens 7600 Toten durch Überdosen die „menschlichen Kosten des Drogenkonsums“, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner anlässlich der Vorstellung des Berichts am Dienstag in Brüssel. Darin stellt die Euda auch eine zunehmende Diversifizierung der Schmuggelwege fest.Für den Bericht sammelte die Euda Daten in den 27 Mitgliedstaaten sowie in Norwegen und der Türkei. Euda-Exekutivdirektorin Lorraine Nolan erklärte, die Drogenmärkte entwickelten sich „in rasantem Tempo, und die Vielfalt der auf Europas Straßen anzutreffenden Substanzen wird zunehmend unberechenbar“. Das habe zur Folge, dass Konsumentinnen und Konsumenten „sehr starke Drogen einnehmen können – oft ohne sich dessen bewusst zu sein“. Dem Bericht zufolge kombinieren sie zudem häufig verschiedene Drogen, was die Risiken erhöhe.Wöchentlich entdeckt die Behörde neue psychoaktive SubstanzenEtwa wöchentlich würden neue psychoaktive Substanzen (NPS) entdeckt, heißt es in dem Bericht. Die Euda verweist in diesem Zusammenhang auf die „Verfälschung von Cannabisprodukten mit hochwirksamen synthetischen Cannabinoiden“, die das Risiko schädlicher Wirkungen erhöhen. Diese würden auch in E-Zigaretten und Lebensmitteln verkauft, was „Sorgen hinsichtlich ihrer Nutzung durch neue, möglicherweise jüngere Konsumentinnen und Konsumenten aufwirft“.Der Bericht zeigt, dass der Kokainkonsum in ganz Europa „hoch“ bleibt. Demnach konsumierten rund 4,3 Millionen Europäerinnen und Europäer im Alter von 15 bis 64 Jahren im vergangenen Jahr Kokain. „Kokain ist heute so leicht verfügbar wie nie zuvor“, sagte Kommissar Brunner.Zwar ging das Gesamtvolumen des von den Behörden abgefangenen Kokains 2024 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent auf 330 Tonnen zurück. Die Zahl der Beschlagnahmungen sei jedoch um 2000 auf 97.000 gestiegen, sagte Brunner. Die Zahlen zeigen dem Bericht zufolge, dass die Schmuggler immer häufiger auf kleinere Häfen sowie auf Übergaben auf See mithilfe von Schnellbooten oder Drohnen setzen.
EU-Drogenbericht warnt: Drogenmarkt wird gefährlicher
Die EU-Drogenagentur warnt vor unberechenbaren und oft verfälschten Substanzen, die immer mehr werden. Schmuggler umgehen Kontrollen zunehmend über kleine Häfen und den Einsatz von Drohnen.










