Mein Freund R. spricht meist leise und überlegt, aber manchmal kann er nicht mehr ganz an sich halten. Dann bricht es aus ihm heraus, wie in einem Bühnenstück von Thomas Bernhard ergießt sich ein Wortschwall, er selbst würde sagen: Ich bin ganz ruhig und referiere nur die Fakten. In solchen Momenten wird aus dem freundlichen, beherrschten, kunstsinnigen R. eine Zweitversion von Franz Xaver Kroetz, nur ohne Schnurrbart und ohne bairische Derbheit. Er kann sich dann herrlich hineinsteigern in seinen Gelegenheitsgrant.