Das Geschäftsmodell ist nicht unumstritten – aber Schlagzeilen und Umsatz ließ sich damit bislang reichlich erzeugen. Seit 2013 kauft der italienische App-Aufkäufer Bending Spoons angeschlagene Apps zusammen. Die Routenplaner-App Komoot haben die Italiener aufgekauft, ebenso Vimeo, Evernote, WeTransfer und zuletzt sogar AOL. „Kaufen, Transformieren, Optimieren, Reinvestieren“ skizzieren die Macher ihr Geschäftsmodell. Kaufen, Leute rausschmeißen, Preise erhöhen und dasselbe wieder von vorn, würden es Kritiker beschreiben. (Mehr zum umstrittenen Geschäftsmodell von Bending Spoons lesen Sie lesen Sie hier )Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise berichtete, streben die Italiener eine Bewertung zwischen 20 und 22 Milliarden Dollar an. Bending Spoons wollte sich demnach nicht zu dem Bericht äußern. Auch nicht zu dem von Bloomberg berichteten angeblich avisierten IPO-Zeitraum im Juni.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 erzielte das durch die Übernahmen hoch verschuldete Unternehmen einen Nettogewinn von 27,5 Mio. US-Dollar bei einem Umsatz von 601 Mio. US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte es laut der am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC Unterlagen noch einen Nettoverlust von 112 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 259 Millionen Dollar verzeichnet.