Die EU will den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen – und nimmt dafür erstmals gezielt Firmenwagen ins Visier. Große Unternehmen sollen künftig verbindliche Quoten für emissionsfreie oder emissionsarme Fahrzeuge erfüllen. Über die Pläne haben die EU-Verkehrsminister am Montag beraten. Die Automobilbranche läuft dagegen Sturm.Scharfe Kritik kommt auch vom Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer. „Wir beschädigen mit der Maßnahme den Neuwagenmarkt für Privatkunden“, warnt der Gründer des Center for Automotive Research (CAR) in Bochum auf Anfrage der Berliner Zeitung. Die Quote drohe Unternehmen zusätzliche Kosten aufzubürden und den Markt für Elektroautos künstlich zu verzerren. Andere Fachleute bewerten die Pläne hingegen deutlich positiver – und sehen darin einen wichtigen Hebel für die Verkehrswende.
So soll die neue EU-Firmenwagen-Quote funktionieren
Hintergrund ist die geplante „Clean Corporate Vehicles Regulation“ der EU-Kommission. Unternehmensflotten gelten in Brüssel als wichtiger Hebel für die Verkehrswende, weil Firmenwagen rund 60 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen in Europa ausmachen. Nach den Plänen sollen die Mitgliedstaaten ab 2030 sicherstellen, dass große Unternehmen einen steigenden Anteil emissionsfreier oder emissionsarmer Fahrzeuge in ihren Flotten einsetzen.







