Das HausDas Manor House des „Graylyn Estate“ wurde seit 1928 im „Norman Revival“-Stil gebaut. 1932 bezog es Bowman Gray mit seiner Frau. Er war der Vorsitzende der R. J. Reynolds Tobacco Company in Winston-Salem. 85 Gästezimmer und 15 Konferenzräume hat das Anwesen, das heute ein Hotel und Konferenzzentrum ist. Ein Großteil der deutschen Mannschaft kommt aber nicht im Haupthaus unter, sondern in den „Mews“, wo einst die Stallungen waren und die Bediensteten wohnten.Traditionell: Manor House des „Graylyn Estate“Majid SattarDer TennisplatzEs ist kein Geheimnis, dass viele Fußballprofis in ihrer Freizeit gern Tennis spielen (oder golfen). Auf dem Anwesen des WM-Quartiers gibt es sogar einen Rasenplatz. Das tägliche Training der Mannschaft zwischen den Spielen findet im benachbarten kleinen Stadion der Wake-Forest-Universität in Winston-Salem statt.Bereit: Tennisplatz für FußballspielerMajid SattarDie BibliothekDas Manor House verfügt über ein Restaurant und eine Bibliothek, die ihm den Charakter eines Herrenklubs verleiht. Seit einigen Tagen und noch bis Mitte Juli ist das Anwesen für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Bediensteten freuen sich auf ihre Gäste aus Deutschland, auch wenn der Deutsche Fußball-Bund mit eigenem Personal, inklusive Chefkoch, angereist ist.Gediegen: Bibliothek wie ein HerrenclubMajid SattarDie StadtDie beiden Gemeinden Winston und Salem in North Carolina sind seit einem Referendum im Jahr 1913 die „Twin City“ Winston-Salem – mit heute 250.000 Einwohnern und sechs Colleges. Die Stadt ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Forsyth County.Doppelt: Zwei Gemeinden wurden eine StadtMajid SattarDie TabakindustrieIm Volksmund wird Winston-Salem „Camel City“ genannt. 1875 gründete R. J. Reynolds seine Tobacco Company. Anfangs produzierte er hier Pfeifentabak. Dann folgten die Zigarettenmarken Camel, Winston, Salem und andere. Einst arbeiteten hier 30.000 Personen. Heute sind es noch 3000; Reynolds American ist inzwischen eine Tochtergesellschaft des Konzerns British American Tobacco.Nachgelassen: Tabakfabrik in Winston-SalemMajid SattarDas EssenFried Green Tomatoes: Kulinarisch ist der Bundesstaat North Carolina Teil der Südstaatenküche. Eine Spezialität der Region ist das Frittieren panierter unreifer Tomaten. Die gibt es auch im „Graylyn Estate“, in pikanter Sauce. Eine andere beliebte Speise sind frittierte Okraschoten-Würfel, die gern in Bars als Fingerfood gereicht werden.Frittiert: SüdstaatenkücheMajid SattarDie RegenerationZur Regeneration können die Spieler das Schwimmbecken nutzen. Nach härteren Einsätzen dürfte es auch wieder eine andere Therapie geben. 2014 sagte Per Mertesacker nach dem Achtelfinalsieg gegen Algerien, genervt von einer Reporterfrage: „Was wollen Sie eigentlich von mir?“ Er lege sich jetzt erst einmal drei Tage in die Eistonne, dann sehe man weiter. Julian Nagelsmann lobt die Kooperation mit der Wake-Forest Universität, die vieles im Angebot habe, sodass man nicht alles habe mitbringen müssen. Ob Eistonnen dazuzählen, ist unklar.Entspannend: Schwimmbecken für die MannschaftMajid Sattar
Winston-Salem: Das WM-Quartier der DFB-Auswahl
Das „Graylyn Estate“ in North Carolina ist in den kommenden Wochen das WM-Quartier der DFB-Auswahl. Das Anwesen könnte gediegener kaum sein. Sieben Eindrücke aus Winston-Salem.













