Die Zahl der Beratungen am bundesweiten Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« hat im vergangenen Jahr erneut einen Höchststand erreicht. 69.500-mal wählten Betroffene oder deren Angehörige im vergangenen Jahr die Hotline oder kontaktierten die Onlineangebote des Hilfetelefons, um Unterstützung zu erhalten. Das entspricht durchschnittlich 190 Beratungen pro Tag – und mehr als 4000 Beratungen mehr als 2024. Die Zahlen stammen aus dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

2013 wurde das Hilfetelefon eingerichtet. Im Gründungsjahr verzeichneten die Helfer 18.812 Beratungen. Seitdem haben sich die Zahlen mehr als verdreifacht.»Geschlechtsspezifische Gewalt ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, und auch unsere Öffentlichkeitsarbeit zeigt Wirkung«, sagte Petra Söchting, Leiterin des Hilfetelefons.Neben telefonischen Beratungen nutzten Betroffene zudem verstärkt das Onlineangebot des Hilfetelefons. Der Anteil der Beratungen per E-Mail und Chat stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozentpunkte auf 14 Prozent.

Auch das soziale Umfeld betroffener Frauen meldete sich häufiger, um beraten zu werden: Die Zahl der Anfragen aus dem Familien- und Freundeskreis stieg im Vergleich zu 2024 um 12 Prozent. Sie macht rund ein Fünftel aller Beratungskontakte aus.