Sexualisierte Gewalt an betäubten Frauen: Bundesregierung weiß wenig über „chemische Unterwerfung“

Der Fall Pelicot machte das Phänomen der „chemischen Unterwerfung“ bekannt. Eine Kleine Anfrage zeigt: Die Strafverfolgungsbehörden haben dazu kaum Zahlen.

Die Strafverfolgungsbehörden haben keinen Überblick, wie oft Getränke mit K.-o.-Tropfen versetzt werden

Vitalii Borovyk/imago

Mit dem Fall der Französin Gisèle Pelicot wurde der Begriff der „chemischen Unterwerfung“ erstmals in Deutschland bekannt. Nun hält er auch ins politische Berlin Einzug: Die Abgeordnete Kathrin Gebel von der Linken hat einen umfassenden Fragenkatalog zum Phänomen der „chemischen Unterwerfung“ – dem gezielten Betäuben und Vergewaltigen von Frauen – an die Bundesregierung geschickt. Aus der Antwort, die der taz vorab vorliegt, wird jetzt klar: Die Bundesregierung weiß kaum etwas über diese Art der Verbrechen.