Der Autobauer Opel will auch die nächste Generation des Astra in seinem Stammwerk im hessischen Rüsselsheim bauen. Das kündigte Markenchef Florian Huettl am Montag von Journalisten an. Ab Ende des Jahrzehnts solle das Kompaktmodell von den Bändern laufen, auf denen heute noch die derzeitige Generation des Autos vom Band läuft. „Wir sichern damit die Zukunft des Rüsselsheimer Stammwerks“, sagte Huettl. Das solle deshalb in den kommenden Jahren mit einem dreistelligen Millionenbetrag aufgerüstet werden, insgesamt werde Opel rund eine Milliarde Euro in seine Standorte und Modelle investieren.Opel gehört zum italienisch-französischen-amerikanischen Stellantis-Konzern, so wie auch Fiat, Peugeot oder Chrysler. Als Konzernchef Antonio Filosa vor gut zwei Wochen die neue Strategie vorstellte, spielten die Rüsselsheimer allerdings nur eine untergeordnete Rolle: Der Großteil der künftigen Investitionen soll demnach an Fiat, Peugeot, Jeep und Ram fließen, Opel gilt bei Stellantis demnach nur als „Regionalmarke“. Eine Rolle, die Huettl betont unbekümmert nimmt: Opel sei „nie eine globale Marke“ gewesen, sagte er am Montag. Man habe „alle Mittel, die es braucht“, um die eigenen Pläne auch in die Tat umzusetzen.Neben dem Astra sollen so in den kommenden Jahren noch drei weitere neue Modellreihen herauskommen: ein vollständig elektrischer Corsa in der Kompaktklasse sowie ein mittelgroßes SUV und ein weiteres, noch geheimes Modell. Vor allem das SUV könnte dabei zum Vorbild für künftige Autos werden: Erstmals kooperiert dabei ein europäischer Hersteller wie Opel bereits in der Entwicklung in weiten Teilen mit einem chinesischen Autokonzern, in diesem Fall Leapmotor.