PfadnavigationHomePolitikAusland„Inaktzeptabel“Alarmierender Bericht – Alle Jagd-U-Boote der britischen Marine sind kampfunfähigStand: 12:02 UhrLesedauer: 2 MinutenJagd-U-Boot der britischen Royal NavyQuelle: picture alliance/empics/Andrew MilliganIn einer Zeit wachsender Spannungen steht die Einsatzbereitschaft der britischen Marine infrage. Alle verfügbaren Jagd-U-Boote der Royal Navy liegen wegen Wartungsarbeiten oder technischer Probleme im Hafen.Die gesamte Jagd-U-Boot-Flotte der britischen Royal Navy ist Medienberichten zufolge derzeit nicht verfügbar. Wie die „Daily Mail“ „The Sun“ und andere britische Medien berichteten, befinden sich alle fünf atomgetriebenen U-Boote der sogenannten Astute-Klasse wegen Wartungsarbeiten oder technischer Probleme im Hafen.Die Astute-Klasse gilt als zentrale Komponente der britischen Seestreitkräfte. Die fünf U-Boote sind unter anderem für den Schutz der vier strategischen Vanguard-U-Boote zuständig, die mit Trident-Atomraketen ausgerüstet sind und die nukleare Abschreckung Großbritanniens gewährleisten. Darüber hinaus können die Jagd-U-Boote mit Tomahawk-Marschflugkörpern und Spearfish-Torpedos ausgestattet werden. Inzwischen wurde mit der HMS „Agamemnon“ zwar ein sechstes Boot der Astute-Klasse offiziell in Dienst gestellt; es befindet sich aber noch in der Erprobungsphase. Ein siebtes Boot, die HMS Achilles, befindet sich noch im Bau.Militärische Experten äußerten dem Bericht zufolge Sorgen über die vorübergehende Nichtverfügbarkeit der Flotte. Der frühere Sicherheitsminister Lord West bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und „sehr besorgniserregend“. Die Jagd-U-Boote seien für die Sicherheit der britischen Atomstreitkräfte von grundlegender Bedeutung. Auch Verteidigungsexperte Francis Tusa warnte vor den Folgen. Die U-Boote spielten eine wichtige Rolle bei der Überwachung potenzieller Bedrohungen und beim Schutz kritischer Infrastruktur auf See.Lesen Sie auchMarinekreise verwiesen dagegen auf langjährige Probleme bei Wartungskapazitäten und Infrastruktur. Die derzeitige Situation sei nicht neu und gehe auf jahrzehntelange Versäumnisse bei Investitionen in Werften, Personal und Instandhaltungseinrichtungen zurück. Zudem seien umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen bei modernen atomgetriebenen U-Booten unverzichtbar.Die Verteidigungsfähigkeit Großbritanniens angesichts der möglichen Bedrohung durch Russland steht schon länger zur Debatte. Erst kürzlich hatte die „Daily Mail“ über technische Probleme an HMS Prince of Wales berichtet. Zudem warnte der Chef des britischen Verteidigungsstabs, Admiral Sir Richard Knighton, vor einer zunehmend angespannten Sicherheitslage. Die Bedrohungen für Großbritannien seien derzeit größer als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Ende des Kalten Krieges, sagte er dem Nachrichtensender BBC.Das britische Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu einzelnen U-Boot-Operationen oder deren Einsatzbereitschaft. Ein Sprecher betonte jedoch, die Stärkung und Aufrechterhaltung der britischen U-Boot-Fähigkeiten habe „höchste Priorität“. Die Gewässer des Vereinigten Königreichs würden weiterhin durch eine Kombination aus Kriegsschiffen, Patrouillenflugzeugen und U-Booten geschützt.krö