Es ist ein Moment purer Euphorie, als Deborah Millers Gesang zu „Unfinished Sympathy“ in den Berliner Nachthimmel schallt. Ein Song, der eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Die schnellen Drums und die fast schon epische Synthesizer-Melodie bringen die Menge in Bewegung. Eine Welle der Ausgelassenheit schwappt durch die Zitadelle Spandau. An diesem Sonntagabend, dem 7. Juni, ist es einer der wenigen sorglosen Momente – und das soll auch so sein. Der Fokus liegt keineswegs nur auf der Musik. Fast jeden Song begleitet ein politisches Narrativ. In Kombination mit einer verrückten Video-Show wird auf politische Unterdrückung und Ausbeutung aufmerksam gemacht.
Anonyme Musiklegenden
Massive Attack gelten in Kritikerkreisen als eine der einflussreichsten Musikgruppen aller Zeiten. Ende der Achtziger fingen sie in ihrer Heimatstadt Bristol an, Musik zu produzieren. Mit ihrem Debütalbum „Blue Lines“ gelang ihnen im Jahr 1991 der Durchbruch. Die Alben von Massive Attack werden so hochgelobt, weil sie prägend für das ganze Trip-Hop Genre sind und enormen Einfluss auf viele spätere Bands hatten. Spätestens mit dem 1998 erschienenen Album „Mezzanine“ zementierten sie zudem ihren Status als Produzenten. Beide genannten Alben befinden sich in der „500 Greatest Albums Of All Time“-Liste des Musikmagazins Rolling Stone.








