Im Streit über seine Falschbehauptung, die US-Wahl von 2020 sei manipuliert worden, hat US-Präsident Donald Trump in einem Fernsehinterview die Beherrschung verloren. Trump überzog die Journalistin des US-Senders NBC mit wüsten Beschimpfungen, dann brach er kurzer Hand das Gespräch ab.Ursprünglich sollte es im Gesprächsformat »Meet the Press« um einen umstrittenen Fonds gehen, mit dem Trump Menschen unterstützen will, die beim Kapitolsturm vom 6. Januar 2021 verurteilt worden waren. Dann änderte Trump kurzfristig das Thema und wiederholte alte Vorwürfe, dass die US-Präsidentschaftswahl von 2020 – Trump hatte damals knapp gegen Herausforderer Joe Biden verloren – gefälscht sei.»Die Wahl war manipuliert, es war eine schmutzige Wahl, und genau das passiert gerade wieder in Kalifornien«, sagte Trump mit Blick auf die Vorwahlen für das Bürgermeister- und Gouverneursamt in diesem Bundesstaat. Dort werden seit Tagen die Stimmen ausgezählt. Der US-Bundestaat verschickt an alle registrierten Wähler Briefwahlunterlagen und akzeptiert Stimmzettel, die am Wahltag oder davor abgestempelt wurden und innerhalb einer Woche eingehen. Dies führt oft zu einer langsameren Stimmauszählung.»Ich muss nur hinsehen und ich höre auf die Leute – mal sehen, was passiert«, antwortete Trump. Dass Kalifornien fünf Tage nach der Wahl kein Ergebnis habe, sei »korrupt«. Dann schoss er sich auf die Journalistin ein: »Genau wie Sie korrupt sind, Ihre Presse korrupt ist und ›Meet the Press‹ korrupt ist.« Dann listete Trump mehrere Sender auf, die seiner Meinung nach falsch berichten.
Donald Trump wird zu Wahlmanipulationen interviewt – und bricht wutentbrannt ab
Die Mär der gestohlenen Wahl verbreitet Trump seit Jahren, eine NBC-Reporterin nimmt sich das Thema dennoch erneut vor. Als sie den US-Präsidenten vor laufender Kamera nach Beweisen fragt, wird er ausfallend.











