Harvard Business manager: Persönlichkeitsentwicklung für Mitarbeitende gehört in vielen Konzernen dazu, spielt in den meisten klassischen Handwerksbetrieben jedoch kaum eine Rolle. Warum ist das in Ihrem Unternehmen anders?Henning Hanebutt: Als ich damals von der Meisterschule in den Betrieb meines Vaters gekommen bin, war ich 28 Jahre alt und ein bisschen ratlos. Ich fragte mich: Wofür habe ich das Ganze eigentlich gemacht, und wie geht es jetzt weiter? Die rund zehn Monate Ausbildung an der Meisterschule waren fachlich zwar gut, sie hatten mich jedoch nicht auf das Unternehmertum vorbereitet. Also habe ich mich selbst fortgebildet: im Hinblick auf Führung und Strategie, aber genauso in puncto persönlicher Entwicklung. Ich wollte einfach herausfinden, was Menschen bewegt und wie es als Führungskraft gelingt, sie zu bewegen. Und ich habe festgestellt: Das geht vielen anderen Handwerksmeistern genauso. So kam ich auf die Idee für das Hanebutt-Institut – unser Ziel ist, Handwerkern und Handwerkerinnen in diesem Bereich Unterstützung zu bieten.
Wie sieht das konkret aus?Zusammen mit externen Coaches erleichtern wir in unserem Institut jungen Handwerksmeistern den Einstieg in die Unternehmerwelt. Unsere Seminare bieten alles, was ein Unternehmer können muss: Mitarbeiterführung, Verhandlungstaktik, Vertrieb und vieles mehr. Dazu gehören auch persönliche Visionen, Zielerreichung, mentale Techniken, Selbstreflexion oder Selbstführung.Warum gehören diese Themen Ihrer Ansicht nach zu einer Fortbildung für Handwerker?









