PfadnavigationHomePolitikAuslandGipfel in LondonListe mit fünf Punkten veröffentlicht – Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen aufStand: 23:28 UhrLesedauer: 2 Minuten(v.l.n.r.) Bundeskanzler Friedrich Merz, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Premierminister Sir Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor der Tür der Downing Street Nr. 10 in WestminsterQuelle: Lucy North/PA Wire/dpaDer ukrainische Präsident Selenskyj hat sich in London mit europäischen Verbündeten getroffen, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Im Anschluss veröffentlichten die Beteiligten eine Liste mit fünf Voraussetzungen für einen „gerechten Frieden“.Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Daran sollten auch die USA und Europa „aktiv“ beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London veröffentlichten. Darin nennen sie fünf Voraussetzungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“.Die Liste im ÜberblickEin Ende der Kampfhandlungen: Putin solle einer „sofortigen und vollständigen Waffenruhe“ zuzustimmen.Die derzeitige Frontlinie sollte Ausgangspunkt für Verhandlungen sein. Die vier Länder pochen aber gleichzeitig darauf, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften. Das Recht der Ukraine, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und Bündnisse zu wählen, müsse zudem „uneingeschränkt“ geachtet werden.Die Ukraine müsse „robuste und rechtsverbindliche“ Sicherheitsgarantien bekommen, sobald eine Waffenruhe in Kraft trete. Dazu gehöre der Einsatz einer multinationalen Truppe.Russische Vermögenswerte blieben so lange eingefroren, bis Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine für die durch den Krieg verursachten Schäden entschädigt.Die europäischen Sicherheitsinteressen müssten in jedem Abkommen gewahrt werden. Verhandlungsergebnissen, die EU und Nato betreffen, müssten die Mitgliedstaaten zustimmen.Vor dem Londoner Vierer-Gipfel hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt, dass die Europäer an möglichen Friedensgesprächen mit Russland teilnehmen sollen. „Europa muss Teil der Verhandlungen sein und sich stark zeigen“, schrieb er auf X.Am Tag des Gipfels sagte Selenskyj auch im Interview bei Sky News, er würde eine Beteiligung der USA und Europas bei den Gesprächen über ein Kriegsende begrüßen. „Aber ich bin auch zu bilateralen Gesprächen (mit Putin) bereit“, sagte er. „Und nicht in Moskau, nicht in Kiew und auch nicht in Minsk.“ Der Krieg müsse jedoch so beendet werden, dass er „wegen einiger dummer Leute“ nicht noch einmal ausbrechen dürfe.Es habe bereits mehrfach Signale aus Moskau über mögliche Gespräche gegeben, doch seien diese immer wieder verstummt. „Man versteht manchmal nicht, was die Russen wirklich wollen“, sagte er.Kremlchef Wladimir Putin „will diesen schrecklichen Krieg gewinnen“, allerdings erkenne er zuletzt, dass seine Truppen die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren hätten. Alle Entscheidungen über das weitere Geschehen hingen „zu 100 Prozent“ von ihm ab.dpa/lay