Attacke auf den Norden Israels: Iran bricht erneut die WaffenruheTeheran hat erstmals seit dem 8. April Raketen auf das Territorium des jüdischen Staates gefeuert. Israel hat seinerseits eine harte Antwort angekündigt.07.06.2026, 22.38 Uhr2 LeseminutenUnter Beschuss: Israel wurde am Sonntagabend mit iranische Raketen attackiert.Ohad Zwigenberg / APDie Waffenruhe zwischen Iran und Israel ist vorerst Geschichte. Am Sonntagabend hat die Islamische Republik mehrere Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert und damit erstmals seit dem 8. April wieder direkt israelisches Territorium attackiert.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Iran zielte dabei vor allem auf den Norden des Landes – Sirenen ertönten von Haifa bis zur weiter südlich gelegenen Küstenstadt Caesarea. Laut der israelischen Armee wurden mindestens zehn Raketen auf das Land abgeschossen. Sämtliche Geschosse konnten den Angaben nach von den israelischen Streitkräften abgefangen werden. Über Verletzte oder grössere Schäden wurde zunächst nichts bekannt.Teheran hatte einen Angriff dabei bereits Stunden zuvor angedroht. Ebrahim Rezaei, Sprecher des aussenpolitischen Ausschusses des iranischen Parlaments, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst X: «Beobachtet heute Nacht den Himmel über den besetzten Gebieten» — eine iranische Chiffre für Israel.Sicherheitsvorkehrungen im Land verschärftIn Jerusalem wurde der Beschuss als direkter Bruch der Waffenruhe gewertet. Nach einer Sicherheitsberatung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit Militär- und Geheimdienstvertretern kündigte ein israelischer Regierungsvertreter Konsequenzen an: Die Reaktion werde «hart» ausfallen. Israel werde nicht zulassen, dass Iran neue Regeln etabliere oder Israels Souveränität verletze.Das israelische Heimatfront-Kommando verschärfte seinerseits die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land. Schulen bleiben in den nächsten Tagen geschlossen, Versammlungen werden eingeschränkt; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume zugänglich zu halten.Trump kritisiert iranische AttackeDer amerikanische Präsident Donald Trump zeigte sich angesichts der Eskalation besorgt. Die iranischen Angriffe auf Nordisrael würden den Verhandlungen mit Teheran «nicht helfen», sagte Trump dem Sender Fox News. Man sei einer Einigung sehr nahe gewesen — er habe damit gerechnet, dass ein Abkommen noch in dieser Woche unterzeichnet werde.Irans Angriff vom Sonntagabend vorausgegangen war ein israelischer Luftschlag auf ein Hauptquartier der schiitischen Terrormilliz Hizbullah im Beiruter Vorort Dahiyeh. Israels Armee erklärte, der Einsatz sei eine Reaktion auf Raketenbeschuss aus Libanon gewesen. Nach Angaben des Militärs wurden auch die Abschussvorrichtungen zerstört, die zuvor auf Nordisrael gefeuert hatten.Auch Israels Luftschläge in Beirut kommentierte Trump kritisch: Er sei darüber «nicht glücklich» gewesen. Gegenüber dem israelischen Journalisten Barak Ravid legte Trump nach: Er werde Ministerpräsident Netanyahu «sofort anrufen» und ihn zur Zurückhaltung auffordern. «Beide haben ihren Schlag gehabt — wir brauchen keinen weiteren», sagte Trump.Irans Angriff fügt sich in eine Reihe jüngerer Militäraktionen des islamistischen Regimes in der Region ein. In den vergangenen Tagen feuerte Teheran nach amerikanischen Angaben Raketen auf Kuwait und Bahrain ab. Beide Golfstaaten verurteilten die Angriffe als Verletzung ihrer Souveränität. Die meisten Geschosse wurden abgefangen.Passend zum Artikel
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Teheran hat erstmals seit dem 8. April Raketen auf das Territorium des jüdischen Staates gefeuert. Israel hat seinerseits eine harte Antwort angekündigt.










