Weltspiegel
Stand: 07.06.2026 • 17:51 Uhr
Fünf Monate nach dem Sturz Maduros spüren die Venezolaner etwas mehr Freiheit. Doch eine Demokratisierung steht noch aus. Zugleich sehen sich Investoren um, aber der Finanzbedarf bleibt enorm.
Horacio Velutini wirkt aufgeregt, wenn er über seine Heimatstadt spricht. Der Geschäftsmann öffnet das Fenster seines Büros über den Dächern von Caracas. Da hinten, sagt er und zeigt in Richtung Süden, sei jetzt mit Immobilien gutes Geld zu holen. "Der beste Ort, um zu investieren, big business", sagt Velutini.
Velutini ist Chef der Investmentfirma Invanca. Er habe Venezuela nie den Rücken gekehrt und immer an sein Land geglaubt, betont er. In seinem Büro hat er auf einem Whiteboard wichtige Stationen der jüngsten Geschichte des Landes festgehalten, die Wirtschaftskrise und Hyperinflation 2017, die politischen Proteste, der maximale Druck von US-Präsident Donald Trump. Ihm fehlt noch 2026, die Gefangennahme von Machthaber Nicolás Maduro.






