Ein Team um den Astronomen Mark D. Gorski und die Physikerin Lena Murchikova von der US-amerikanischen Northwestern University im Bundesstaat Illinois hat einen bisher unentdeckten Auswurf an Sagittarius A* nachgewiesen. Wie in einer im Fachmagazin The Astrophysical Journal Letters veröffentlichten Studie zu lesen ist, existiert ein heißer Wind, der von der Umgebung des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße ausgeht.Anzeige
Dieser Materiestrom war seit über 50 Jahren vermutet worden, ließ sich aber bislang nicht eindeutig belegen. Die Entdeckung schließt jetzt eine wichtige Lücke im Verständnis darüber, wie auch relativ ruhige Galaxienkerne ihre unmittelbare Umgebung beeinflussen.
Blick durch das Radioteleskop
Die Wissenschaftler:innen nutzten für ihre Untersuchung Daten des Radioteleskop-Verbunds ALMA in der südamerikanischen Atacama-Wüste in Chile. Damit erstellten sie eine extrem hochauflösende Karte des molekularen Gases in einem Umkreis von etwa drei Lichtjahren um Sagittarius A*.Anzeige
Dabei stießen sie auf eine auffällige Lücke in den dichten Wolken aus extrem kaltem Gas, das rund -173 Grad Celsius misst. Vom Schwarzen Loch ausgehend weitet sich ein trichterförmiger Korridor in den Raum aus, in dem dieses eisige Gas komplett fehlt.










