Die Polizei in Hamburg prüft Hinweise auf Sabotage mit Metallsplittern beim Ironman. Nach übereinstimmenden Berichten mussten bis zu 150 Triathletinnen und Triathleten ihre Fahrt unterbrechen, nachdem kleine Metallteile zahlreiche Reifen beschädigt hatten. Das »Hamburger Abendblatt« und Sportmedien berichteten von einem mutmaßlichen Anschlag, ein Sprecher der Polizei nannte entsprechende Mutmaßungen zum derzeitigen Zeitpunkt noch »Spekulation«.

Aufgefunden wurden die millimetergroßen Metallteile im Hamburger Stadtteil Kirchwerder. Betroffen waren von dem Vorfall an der Radstrecke offenbar keine Teilnehmenden des Profifeldes. Im Rahmen des Ironman-Wettkampfes wird auch der EM-Titel der Frauen vergeben.Proteste von AnwohnernRund um das Triathlon-Turnier hatte es zuvor schon Proteste von Anwohnerinnen und Anwohnern gegen die Großveranstaltung gegeben. Auf Plakaten an Hauswänden standen laut Sportmedien etwa Sprüche wie »Ihr raubt uns unsere Freiheit«. Ein lokaler Beschluss in Hamburg-Bergedorf hatte bereits im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass die Streckenführung verändert wurde, um eine befürchtete »Einkesselung« des Bezirks zu vermeiden.

Erste Probleme beim Radwettkampf waren zu Beginn der Veranstaltung bereits im Livestream aufgefallen, kurz darauf kursierten Berichte über Metallsplitter entlang der Strecke. Diese seien »offenbar mutwillig von Anwohnern ausgebracht« worden, so das Abendblatt.