Zwischen Hermannplatz und Hasenheide steht jetzt ein Bau, der wirkt, als hätte jemand ein Stück Südindien nach Neukölln versetzt. Blau und Gold, Figurenreliefs und Ornamente, ein 17 Meter hoher Turm: Der Sri-Ganesha-Hindu-Tempel ist kein stilles Hinterhofprojekt mehr. Er öffnet sich der Stadt. Vom 3. bis 7. Juni wird die Eröffnung mit einem mehrtägigen Fest gefeiert – Rituale, Musik, Tanz, Gebete. Der Eintritt ist frei.Der Verein wurde am 24. September 2005 gegründet. Eingeweiht wird der Tempel am 7. Juni 2026. Dazwischen liegen 21 Jahre Arbeit, Spenden und ehrenamtliches Engagement – Genehmigungen, Geld, Baustopps, lange Lieferzeiten. „Sevā“ nennt das der Trägerverein: Dienst. Die Kosten: rund 1,1 Millionen Euro, vollständig aus Spenden finanziert.
Der Turm, der Granit und der Gott, der Hindernisse beseitigt
Der Rajagopuram des Sri-Ganesha-Tempels: 17 Meter Dravida-Architektur in Neukölln.
© Schoening/imago
Wer sich dem Tempel nähert, sieht zuerst den reich geschmückten Turm, den Rajagopuram. Er ist das sichtbare Zeichen des Baus, im südindischen Dravida-Stil errichtet. Im Inneren stehen Murtis, hinduistische Götterfiguren. Die zentrale Figur ist Sri Ganesha gewidmet – dem Gott mit dem Elefantenkopf, der Hindernisse beseitigt und Anfängen vorsteht. Sie wurde aus schwarzem Granit in Südindien gefertigt und nach Berlin gebracht. Dass ausgerechnet Ganesha diesen Tempel trägt, hat eine gewisse Logik.









