Nach mehr als zwei Jahrzehnten Planung und Bau wird der Sri-Ganesha-Hindu-Tempel an der Hasenheide eingeweiht. Vom 3. bis 7. Juni feiert die Berliner Hindu-Gemeinde die Eröffnung mit einer mehrtägigen Weihezeremonie.

Der neue Hindu-Tempel im Neuköllner Ortsteil an der Hasenheide öffnet ab diesem Mittwoch erstmals seine Türen. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Tempelweihe (Maha Kumbhabhishekam) am Sonntag, bei der Wasser aus dem indischen Fluss Ganges über die Turmspitze gegossen wird. Das teilte der Trägerverein mit.

Gesamtkosten von 1,1 Millionen Euro

Von der ersten Planung bis zur Einweihung vergingen rund 21 Jahre. Gegründet wurde der Verein am 24. September 2005, der Spatenstich erfolgte zwei Jahre später, gebaut wurde seit 2010. Verzögerungen bei Genehmigungen, die ausschließlich auf Spenden basierende Finanzierung und lange Lieferzeiten – zuletzt für den Granit des Fußbodens – hätten den Bau immer wieder aufgehalten, sagte Vilwanathan Krishnamurthy vom Trägerverein. Hinzu komme, dass die indischen Bauarbeiter nur in der warmen Jahreszeit hätten arbeiten können.

Die Gesamtkosten bezifferte Krishnamurthy auf rund 1,1 Millionen Euro, vollständig finanziert durch Spenden und ehrenamtliches Engagement. Zu Beginn der Planungen hätten in Berlin nur etwa 5000 bis 6000 Hindus gelebt, weshalb das Sammeln von Spenden damals schwieriger gewesen sei. Heute schätzt er die Zahl auf bis zu 45.000 – ein Anstieg, der vor allem auf Studenten und IT-Fachkräfte aus Indien zurückgehe.