An einem sonnigen Frühlingstag steht Gerd Schöller in einem Gewerbegebiet im rheinland-pfälzischen Föhren und wischt auf seinem Smartphone. Auf dem Gelände stehen elf weiße Container. Dazu am Rand sieben kleinere Kästen, ebenfalls weiß – aus einem fiept es laut. Man kann hören, wie hier Strom gespeichert und damit Geld verdient wird. „Heute ist ein klassischer Tag für niedrige Preise“, erklärt Schöller, 39, blaues Hemd, dunkle Anzughose, Glatze, Sonnenbrille. 60 Euro pro Megawattstunde (MWh) kostet der Strom, den er in diesem Moment kauft und einspeichert. Das Display zeigt, wie hoch der Börsenpreis nach Sonnenuntergang sein wird: 183 Euro. Dann wird er verkaufen.