Geduldig und stundenlang warteten die Menschen am 30. Mai in einer langen Schlange auf die Öffnung des Schlosstors in Ludwigslust. In den vergangenen acht Jahren wurde der Westflügel des „Versailles des Nordens“ aufwendig saniert. Jetzt können die 25 Räume und der Goldene Saal wieder besichtigt werden. Nachdem Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Kulturministerin Bettina Martin und Landrat Stefan Sternberg feierlich das symbolische goldene Band vor dem Eingang durchschnitten hatten, wurde das Schloss von den Bürgern geradezu gestürmt.

Besucher bewundern die neuem Räume im wiedereröffneten Westflügel von Schloss Ludwigslust.

© Jordis Antonia Schlösser

„Das ist der große Unterschied zu damals: Heute gehört das Schloss nicht nur wenigen Personen, sondern der gesamten Bevölkerung“, stellte dann auch Manuela Schwesig bei einem Presserundgang zuvor fest. Rund 50 Millionen Euro wurden seit Beginn der Sanierungsarbeiten 1992 in das Barockschloss investiert, 20 Millionen davon jetzt in den Westflügel. „Wir legen großen Wert auf unsere Kulturschätze, hegen und pflegen sie, denn wir sind ein Tourismusland“, begründete Manuela Schwesig das Engagement des Landes, auch mithilfe von EU- und Bundesmitteln. „Mehr als 50 Prozent der Aufträge wurden an einheimische Unternehmen vergeben.“