PfadnavigationHomeSportFußballWMDeutscher Torwart„Anfangs war es hart, das war nicht ganz cool“, sagt Baumann über seine DegradierungStand: 01:00 UhrLesedauer: 2 MinutenDeutschlands Torwart Oliver BaumannQuelle: AP Photo/Nam Y. HuhAller Voraussicht nach muss der tadellose Oliver Baumann das Feld räumen und zum Start der WM Platz machen für Rückkehrer Manuel Neuer. Nach dem Sieg über die USA gibt der deutsche Torwart Einblicke in sein Innenleben.Vermutlich muss er in die bemitleidenswerteste Rolle schlüpfen, die der deutsche Kader gerade bereithält: vom Stammkeeper der WM-Qualifikation zum Ersatzmann während der Endrunde. Oliver Baumann, der auch beim 2:1 (1:1) gegen die USA im letzten Test vor dem Start des globalen Kräftemessens eine tadellose Leistung bot, droht dieser Tausch. Für den Fall, dass Manuel Neuer doch noch seine Wadenverletzung überwindet, muss der ruhige Hoffenheimer wieder ins zweite Glied rücken. Und das schon beim Auftakt der deutschen Mannschaft am 14. Juni (19.00 Uhr/ARD, Magenta Sport und im WELT-Liveticker) gegen Curaçao.Direkt nach dem Erfolg über die USA am Samstagabend in Chicago gab Baumann Einblicke in sein Innenleben. „Anfangs war es natürlich hart, das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, sagte der 36-Jährige bei RTL. „Aber mir war sofort klar, dass ich fürs Team da sein werde und mitgehe. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, nicht herzukommen“, so Baumann weiter. „Es ist für mich auch eine WM, ich möchte da dabei sein und möchte der Mannschaft helfen – so wie ich es auch immer gesagt habe. Ich möchte meinen Beitrag leisten, und darum geht’s. Voller Fokus auf mich und auf die Mannschaft, alles andere ist außen vor.“ Lob vom ChefAuf die Frage, ob er nichts von seiner Degradierung geahnt habe, meinte Baumann: „Ich würde es dabei gern belassen, ich würde da jetzt nicht noch weiter reingehen. Die Situation ist, wie sie ist. Ich konzentriere mich auf mich und die Mannschaft. Und nur darum geht’s. Wir haben jetzt hoffentlich einige Wochen vor uns, alles für den Erfolg wird getan.“ Auch sein Verhältnis zu Neuer sei „gut, nach wie vor“, betonte der verlässliche Routinier. „Wir werden beide alles für den Erfolg und für die Mannschaft tun.“Lesen Sie auchLob für seine Reaktion auf den Rollentausch erhielt Baumann von seinem Boss: „Wir nehmen ihn extrem gut wahr. Er musste die Entscheidung fressen. Er hat es toll gemacht, menschlich ist er erste Sahne. Super nahbare Ausstrahlung mir gegenüber“, erklärte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der Pressekonferenz im Bauch des Soldier Field. „Ob er nochmal ein Spiel bekommt, weiß man nicht.“Lesen Sie auchDenn zum WM-Auftakt wird wohl der Bayern-Torwart nach fast zwei Jahren sein Comeback im DFB-Tor geben. „Er wird jetzt ins Mannschaftstraining einsteigen, so ist es geplant, wenn wir in Winston-Salem ankommen – und dann gegen Curaçao auch spielen“, sagte Nagelsmann, der den Weltmeister von 2014 vor wenigen Wochen zurück in den deutschen Kader geholt hatte.jb