Kunst, Kultur und Kulinarik – damit kennt sich Annabelle von Oeynhausen bestens aus. In ihrer Wahlheimat Berlin, im Osten Deutschlands und im Rest der Welt fahndet sie nach den besten Adressen. Die Kunsthistorikerin und Unternehmerin organisiert mit ihrer Agentur Annabelle’s Choice exklusive Kunstreisen – und plant auch für Sie in dieser neuen Kolumne jeden Monat vor.Wenn Ihnen das noch nicht reicht, können Sie sich per Nachricht an den Instagram-Account @annabelles_choice übrigens auch für ihren Newsletter anmelden, über den die Autorin noch mehr Tipps teilt.

1. Frühe Stil-Influencer im Berliner Bröhan-Museum

Im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts war Schönheit keine Nebensache. Sie war Programm. Mit Samtjacken, Sonnenblumen, japanischen Farbholzschnitten und silbernen Zigarettenetuis machte das sogenannte Aesthetic Movement aus dem Alltag ein Gesamtkunstwerk. Nun widmet das Berliner Bröhan-Museum dieser Bewegung eine Ausstellung, die erstaunlich gegenwärtig wirkt: „Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys, Dekadenz, Moderne“.

Godwins Möbel sind ein Statement. Hier: Sitzbank mit Korbgeflecht, 1875.

© Jake Seabrook/Puritan Values